Tag der offenen Tür beim Nerchauer Schützenverein 1882 e.V.

Wer den Nerchauer Schützenverein 1882 e.V. mal etwas näher kennenlernen wollte, der hatte am 25. Juni die Gelegenheit dazu. Denn da hatten die aktuell über 70 Vereinsmitglieder zu einem Tag der offenen Tür ins Vereinsgebäude an den Muldenwiesen eingeladen. Erfreut war Vereinsvorsitzender Steffen Richter, dass viele neue Gesichter an dem Tag zu finden waren. Denn wie viele andere Vereine auch, möchte man natürlich die Mitgliederzahlen gern ausbauen, insbesondere beim Nachwuchs. Aktuell gibt es drei aktive Jugendliche, das sollen aber gern noch mehr werden. Und auf die Interessierten warten viele verschiedene Möglichkeiten, sich im Schießen zu üben. Neben Schrotflinten, mit denen auf Wurftauben geschossen werden kann, stehen auch Pistolen, Revolver und Gewehre mit Klein- oder Großkalieber zur Verfügung. Mit denen kann dann auf den beiden unterirdischen 50 m – Bahnen oder auch auf der 150 m – Bahn geschossen werden. Dazu waren beim Tag der offenen Tür auch die Gäste eingeladen, die damit gleichzeitig an einem kleinen Wettkampf teilnehmen konnten. Die Bahn wurde 1928 gebaut und im Jahr 2016 mit Hilfe von Flutgeldern und Eigenkapital der Arche Novah aufwendig saniert. Wer keine eigene Waffe besitzt, der kann sich als Vereinsmitglied auch Vereinswaffen ausleihen. Außer, sie entscheiden sich für das Bogenschießen. Dann werden die Waffen eingetauscht gegen Pfeil und Bogen. Das mal auszuprobieren war für viele Besucher des Festes ein echtes Highlight und zeigte, dass es einfacher aussieht, als es ist. Im Vereinsheim selbst gab es dann noch eine kleine Waffenausstellung zu bestaunen. Der pensionierte Polizeischießtrainer Jörg-Michael Zielinski ist 2. Vereinsvorsitzender des Schützenvereins, hat seit 2007 eine Sammelgenehmigung und betreibt seit 2014 eine Schießsportschule. Mitgebracht hatte er Modelle aus verschiedenen Ländern und aus verschiedenen Zeiten. So konnte man eine kleine Reise durch die Geschichte machen. Wie beim 1. Sturmgewehr der Welt. Es wurde 1944 im 2. Weltkrieg als Schnellfeuerwaffe eingeführt.

Ausgestellt waren aber auch aktuelle Waffen, die derzeit vom Streifendienst oder vom SEK genutzt werden. Viele dieser Waffen sind Sammlerwaffen und nicht zum Sportschießen zugelassen. Geschossen wird beim Nerchauer Schützenverein zum Beispiel mit einer solchen ZG5, einer Sportschützenwaffe. So konnte man viel Interessantes erfahren, nicht nur zu den Waffen, sondern auch zu den verschiedenen Munitionen. Das ließ sich auch Oberbürgermeister Matthias Berger nicht entgehen, der am Nachmittag mal vorbeischaute. Und natürlich sollte an dem Tag auch keiner hungrig wieder nach Hause gehen. Dafür sorgten Roster und selbstgemachte Salate. Und dass der Schützenverein auch große Feste feiern kann, das will er 2012 beim Landesschützenfest unter Beweis stellen, das 2013 wegen des Hochwassers ausgefallen war. Die Bewerbung dafür wurde bereits abgegeben.

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