Öffentliche Veräußerung von Katzen und Hunden

Eine Pressemeldung des Landratsamtes Leipziger Land bezüglich einer geplanten öffentlichen Veräußerung von Tieren sorgte dieser Tage für erregte Gemüter. Zum angesetzten Termin am 27. Juni erschienen alle Tierschutzvereine des Landkreises, um gemeinsam gegen diese Art der Tierveräußerung zu appellieren und forderten dazu auf, kein Tier vor Ort zu kaufen. Zunächst aber etwas dazu, wo die Tiere her kamen, um die sich alles drehte.

Gemeldet wurden die Katzen von Jana Hecking. In einer Nachbarswohnung fand sie gemeinsam mit dem Hausmeister die Hunde und Katzen. Der Anblick muss abscheulich gewesen sein. Zudem stank es in der ganzen Wohnung. Die neue Mieterin hatte ab 1. Juli die Wohnung gemietet, und wollte vorab lediglich ein paar Kisten abstellen. Von Tieren war nie die Rede.

Mit der Situation konfrontiert, war sich die Besitzerin keiner Schuld bewusst. Ein Teil der Tiere befindet sich aktuell noch in tierärztlicher Behandlung, einige Tiere sind bereits vermittlungsfähig. Doch auch hier gab es Kritik von Seiten der Tierschützer. Diese Behandlungen können nur nacheinander erfolgen und nehmen meist mehrere Wochen in Anspruch, so Ricarda Keller.

Nach tierärztlicher Prüfung durch das Landratsamt wurde allerdings versichert, dass die vier vor Ort befindlichen Katzen transport- und vermittlungsfähig waren und somit eventuellen Interessenten gezeigt werden konnten. Dennoch bedeutet dies natürlich auch immer Stress für die Tiere. Warum dieser Weg dennoch von Seiten des Veterinäramtes gegangen wurde, erläuterte uns Brigitte Laux. Normalerweise sind es nicht so viele Tiere auf einmal, die in die Obhut des Veterinäramtes kommen. Dann werden meist schnell private Interessenten gefunden, die ein Tier übernehmen. Hier war das anders. Daher wurde ein größerer Weg gewählt.

Dies war nie geplant. Dennoch gab es von Seiten der Tierschutzvereine vor allem Kritik dafür, dass die Tiere heute einfach an fremde Menschen verkauft worden wären, gegen Kopie des Personalausweises. Wir wollten wissen, wie das im Tierheim normalerweise läuft.

Hier haben die Vereine einen Vorteil gegenüber der Veterinärbehörde… Jana Hecking kam an dem Tag gemeinsam mit dem Tierheim Oeltzschau, in dem sie selbst aktiv war, zur Veräußerung der Tiere, um zu schauen, wie es den Tieren geht und ob alle überlebt haben. Und eine Katze wird sie eventuell sogar adoptieren.

Auch wenn sie dafür von den Tierschützern kritisiert wurde. Wollte man doch geschlossen zusammen stehen. Denn Ziel war es, gemeinsam mit dem Amt ins Gespräch zu kommen. Diesem Wunsch kommt das Veterinäramt gern nach. Und es konnte dann doch noch erfreuliches am Ende des aufreibenden Vormittages verkündet werden. Und Brigitte Laux räumte auch ein, dass vielleicht die Kommunikation im Vorfeld nicht optimal gelaufen ist. So fand nach intensiven Gesprächen der Termin gewissermaßen doch noch zu einem guten Ende. Und zumindest in einer Sache waren sich alle einig: Das Wohl der Tiere steht an 1. Stelle!

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