Unser Dorf hat Zukunft – Fremdiswalde

In diesem Jahr haben sich 10 Dörfer im Landkreis gemeldet, um am Kreiswettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” teilzunehmen. Letztes Mal haben wir das Komitee in Zschoppach, dem Dorf auf der Höhe, begleitet. Dieses Mal sind wir in Fremdiswalde. Was von den Einwohnern liebevoll auch “Klein Venedig” genannt wird oder auch das “Dorf ohne Ende”. Beide trifft zu, denn es erstreckt sich 5 km entlang der Launzige und diese ist im Dorf mit zahlreichen Brücken gesäumt. Bereits 2014 nahm das Dorf an diesem Wettbewerb teil und seitdem hat sich im Dorfgemeinschaftshaus einiges getan. Jana Mundus und weitere Mitglieder des örtlichen Heimatvereines empfingen das Komitee in der alten Grundschule, was der Verein zu einem zentralen Treffpunkt umstrukturiert hat. Inclusive eines Heimatzimmers. Ebenso haben hier ein Arzt und die UWV hier ihren Platz. Für die Zukunft ist noch ein Jugendclub hier geplant. Aber noch hat hier eine Fotoausstellung ihren Platz. Der Heimatverein ist hier die Treibende Kraft im Veranstaltungskalender.

Jana Mundus, Dorf- und Heimatverein Fremdiswalde e.V.:

Wir haben einen Jahresplan gemacht und es ist eigentlich jeden Monat etwas los. Es geht wirklich schon im Februar mit den Alttechnikfreunden und dem Wintertraktortreffen los, weiter geht es mit der Frauentagsfeier bis hin zum Maibaumstellen. Im April hatten wir dieses Jahr den Fasching draußen, dann wenn es keiner will [schmunzelt]. Wir haben unser Dorffest, was Tradition hat,  die Nachtwanderung und Sport haben wir jetzt auch mit in das Programm genommen. Seit zwei Jahren gibt es Fußballturniere im September. Danach ist Drachenfest, das Oktoberfest und weiter geht es über die Laienspielaufführung bis hin zu Weihnachten. Bis auf den Januar ist überall in jedem Monat etwas los.

Auf das Komitee wartete ein volles Programm. Begonnen wurde am Großteich. Malerisch am Rande des Wermsdorfer Forstes gelegen nisten im dichten Schilf selten gewordene Wasservögel. Viel Zeit zum Verweilen blieb leider nicht, denn im integrativem Kindergarten warteten die Kleinsten mit einem Ständchen auf die Besucher. Weiter ging es zu Bäcker Schaaf, der Feuerwehr und zur Schicketanz GbR und überall wurde sichtbar, dass die Einwohner gemeinsam an einem Strang ziehen. Von den rund 400 Einwohnern sind 63 im Heimatverein tätig.

Jana Mundus, Dorf- und Heimatverein Fremdiswalde e.V.:

Unser Slogan, den wir haben – Gemeinsam. – Gemeinsam leben wir hier. Gemeinsam arbeiten wir hier. Gemeinsam organisieren wir. Gemeinsam feiern wir. Das wollten wir so darstellen. Wir sind die Punkte abgegangen, die wir vor drei Jahren beim letzten Dorfwettbewerb anvisiert hatten. Wir wollten einfach zeigen, was hat sich getan hat. Dass wir nicht nur erzählen, dass wir ein rühriges Dorf sind, sondern auch zeigen, was genau passiert ist. Genau zeigen, mit wem wir zusammenarbeiten, wie das Miteinander funktioniert. Gemeinsam – und das war uns wichtig, genau dies einfach voranzubringen und darzustellen.

Bereits die Kinder, bis 14 Jahre, sind in der Gruppe “Fremdiswalder Frischlinge” aktiv und diskutieren ihre Pläne und engagieren sich aktiv im Dorfleben. Oberbürgermeister Matthias Berger hob die Maßnahmen des Hochwasserschutzes am Flusslauf der Launzige, die ebenfalls eine Aufwertung der Gewässerökologie mitbringen, als Beispielhaft hervor. Die Umgestaltung des Mühlteiches in der Ortsmitte soll das letzte große Hindernis im Flusslauf beseitigen, das Ortschaftsbild verbessern und einen Mehrwert schaffen. Die Nachfrage junger Familien nach Baugrundstücken gibt ihm Recht. Aber das Angebot ist leider knapp in “Klein Venedig”.

 

 

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