Kampf um Stadion der Freundschaft – Petition übergeben

Stadion der Freundschaft
Stadion der Freundschaft

Am 27. September war es soweit. Der grimmaer Ortsverein der Linken haben ihre am 17. Juli gestartete Petition dem zuständigen Ausschuss, mit etwas 300 Unterschriften, übergeben.

Konkret fordern sie den vollständigen Erhalt des Stadions der Freundschaft in Grimma bzw. dass der Zuwendungsbescheid der Sächsischen Aufbaubank vom 28. Juni 2016 zurückgenommen oder geändert wird und das Stadion nicht derart stark zurückgebaut werden muss. Der Idealfall wäre der komplette Erhalt. “Das Innenministerium wird nach der Übergabe am Mittwoch sechs Wochen Zeit haben, zum Anliegen der Petition Stellung zu nehmen.”, so Kerstin Lauterbach, die für die Linksfraktion im Petitionsausschuss. “Ich hoffe, dass sich der vom Petitionsausschuss zu benennende Berichterstatter und die Mehrheit im Ausschuss entschließen, das Projekt in aller Tiefe zu prüfen. Sollte der Petition am Ende nicht abgeholfen werden können, so sollte sie mindestens der Regierung zur Berücksichtigung übergeben werden. An der Linksfraktion wird das nicht scheitern.”, so Kerstin Lauterbach weiter.

Für die Grimmaer Abgeordnete der Linksfraktion im sächsischen Landtag sei es “nicht zu vermitteln, dass Teile des Stadions der Freundschaft abgerissen werden sollen. Mit dem Teilabriss ginge ein Symbol der Grimmaer Sporttradition unwiederbringlich verloren. Außerdem würden wir ohne Not ein funktionstüchtiges Stadion opfern.” Mittlerweile liegt aber auch die Baugenehmigung für den Bau des REWE-Marktes auf dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion vor. 

Kerstin Köditz erklärt weiterhin:

“Hinzu kommen weitere Ungereimtheiten. Dabei spreche ich noch nicht einmal von Verkehrsproblemen oder der Konkurrenz für den Einzelhandel in der Altstadt, wenn der REWE-Markt errichtet wird. Gravierender ist der Umstand, dass der Hochwasserschutz in Grimma leiden wird. Bisher steht das Jahn-Stadion notfalls als Retentionsfläche zur Verfügung, ein geschlossenes Gebäude lässt das Wasser im Zweifel in der Altstadt höher steigen. Die Flutschutzmauer, die für 50 Millionen Euro zwischen der Altstadt und der Mulde errichtet wird, ist übrigens zu niedrig, um die Fluten im Ausmaß wie der von 2002 verlässlich abzuhalten.

Hinzu kommt, dass die Verlagerung des Jahn-Stadions wohl auch hohe Betriebskosten verursachen wird. Auf dem neuen Standort in der ehemaligen Husaren-Kaserne befand sich lange Zeit eine chemische Wäscherei. Das Grundwasser dort ist mit Trichlorethan belastet und kann nicht für die Bewässerung des Rasens benutzt werden. Dadurch steigen die Betriebskosten auf etwa 100.000 Euro im Jahr, wozu der FC Grimma ein Zehntel beisteuert. Den Rest wird die Stadt tragen müssen, also die Bürgerinnen und Bürger.

Wir erleben hier eine Serie von Schildbürgerstreichen, mit der sich die Stadt Grimma mehr Probleme einhandelt als sie löst. Die Petition hat das Ziel, dass der Zuwendungsbescheid der Sächsischen Aufbaubank vom 29. Juni 2016 (Antragsnummer: 100235902) zurückgenommen oder geändert wird. Das „Stadion der Freundschaft“ in Grimma muss vollständig erhalten bleiben! Wir fordern, dass das Innenministerium und die CDU-SPD-Mehrheit im Petitionsausschuss alle Hebel in Bewegung setzen, um dieses Ziel zu erreichen.”

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