Für diese Anrufe – kein Verständnis!

Symbolfoto (pixabay/BlaulichtreportDE)
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1. Fall
Ort: Groitzsch, Frederic-Joliot-Curie-Straße
Zeit: 15.10.2017, 21:30 Uhr
Eine unbekannte männliche Person rief in einem Altenpflegeheim an und teilte mit, dass er in dem Objekt eine Bombe versteckt habe. Die Verantwortlichen informierten umgehend die Polizei. Insgesamt 69 Bewohner wurden vorsorglich evakuiert. Von diesen waren acht bettlägerig und 50 benötigten einen Rollstuhl. Ein Großteil der Bewohner kam in einem angrenzenden Gymnasium unter. 43 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden sowie 20 Sanitäter halfen tatkräftig bei der Evakuierung. Anschließend wurde eine Absuche mit zwei Sprengstoffsuchhunden durchgeführt. Es wurden keine sprengstoffähnlichen Gegenstände oder sonst dergleichen aufgefunden. Gegen 02:30 Uhr konnte das Heim wieder freigegeben werden und die Bewohner kehrten in ihre vertraute Umgebung zurück. Die Polizei weist noch einmal eindringlich darauf hin, dass anonyme Bombendrohungen kein Kavaliersdelikt darstellen. Es drohen beim Bekanntwerden des Anrufers drastische Strafen und der Polizeieinsatz wird ebenfalls in Rechnung gestellt.

2. Fall
Ort: Markranstädt, Braustraße
Zeit: 16.10.2017, 08:09 Uhr
Die Leiterin des Seniorenzentrums teilte der Polizei mit, dass ein älterer Herr auf dem Handy eines Wohnbereiches anrief und in einem Satz mitteilte, dass im Seniorenzentrum eine Bombe versteckt ist. Dann legte er sofort wieder auf. Eine Rufnummer wurde nicht angezeigt. In Absprache mit der Heimleitung wurde eine Evakuierung der 103 Bewohner angestrebt und erfolgte anschließend. Die Kameraden der Feuerwehr Markranstädt, der Katastrophenschutz und das Rettungswesen unterstützten die Maßnahme. Außerdem wurden noch 25 Beamte der Bereitschaftspolizei eingesetzt, die das Objekt zusammen mit einem Sprengstoffsuchhund durchsuchten. Sprengstoffähnliche Gegenstände oder andere Hinweise oder Anhaltspunkte, dass eine Bombe im Objekt sich befindet, wurden nicht aufgefunden. Die 40 Bewohner, darunter acht bettlägerige, mussten mit dem Rollstuhl in die Stadthalle gebracht werden. Um 12:40 Uhr waren die Durchsuchungsmaßnahmen beendet. Danach erfolgte die Rückführung der Bewohner in das Objekt.

3. Fall
Ort: Grimma, Käthe-Kollwitz-Straße
Zeit: 16.10.2017, 08:24 Uhr
Eine leise männliche Stimme rief in dem Pflegeheim an und sagte nur einen Satz, dass im Pflegeheim sich eine Bombe befindet. Danach legte er sofort wieder auf. Eine Rufnummer war nicht zu erkennen. Die Polizei wurde umgehend informiert und die Heimleitung entschloss sich, die 48 Bewohner, davon 6 bettlägerige, zu evakuieren. Mit einem Shuttle-Service wurden die Bewohner vorübergehend nach Seelingstädt verbracht. Die Kameraden der Feuerwehr und Rettungskräfte beteiligten sich tatkräftig daran. Zwei Sprengstoffsuchhunde durchsuchten das Objekt. Sprengstoffähnliche Gegenstände oder andere Hinweise oder Anhaltspunkte, dass eine Bombe im Objekt sich befindet, wurden nicht aufgefunden. Gegen 12:35 Uhr wurde das Objekt wieder an die Heimleitung übergeben und die Rückführung der Bewohner in ihr vertrautes Umfeld hat begonnen.

Meldung der Polizeidirektion Leipzig

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  1. Zeugenaufruf nach Bombendrohungen gegen Pflegeheime im Landkreis – Muldental TV

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