Unser Dorf hat Zukunft – Landkreissieger stehen fest

Der Saal der „Weintraube“ in Großbardau war gut gefüllt. Landrat Henry Graichen war vor Beginn der Veranstaltung mit Gästen im Gespräch vertieft und auf der Bühne bereiteten sich die Musiker für ihren Auftritt vor. Aber was war der Grund für die Veranstaltung? Würdigungen für Menschen und Vereine die sich im ländlichen Raum um das zusammenleben bemühen und am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnahmen. Vor ab gleich die wichtigste Botschaft! Verlierer gab es bei diesem Wettbewerb keine, wenn auch nicht jeder Teilnehmer einen Preis mit nach Hause nehmen konnte. Insgesamt nahmen aus dem Landkreis Leipzig 10 Dörfer an dem Wettbewerb teil. Aus unserem Sendegebiet waren sechs Gemeinden im Rennen.  Die Veranstaltung begann mit Musik. Familie Klingner, am heutigen Abend in einer vierer Besetzung, stimmte die Gäste von Kitzen über Elstertrebnitz bis Zschoppach auf den Abend ein.

Moderatorin des Abends war Gesine Sommer, Leiterin der Kreisentwicklung im Landkreis Leipziger Land. Sie übergab das Mikrophon gleich an den Landrat Henry Graichen. Dieser ging in seiner Würdigung für das Engagement der Menschen im ländlichen Raum auch auf die Initiativen des Kreises ein. Dabei konnte er hervorheben, dass der Landkreis Leipzig als einer der ersten die Anbindung der Dörfer an die Kleinstädte und an Leipzig maßgebend verbessert hat. Sicher ist da noch ein großes Betätigungsfeld, aber der Anfang ist mit der Aktion „Muldental in Fahrt“ gemacht.

Henry Graichen – Landrat

Aber wir wollen auch genau hinschauen, wo können wir mit unseren Kommunen den ländlichen Raum stärken. Wo können gute Beispiele von örtlicher Gemeinschaft weiterempfohlen werden und Anderen gezeigt werden. Grundlegend geändert wurde beispielsweise das Fremdenverkehrskonzept im Muldental. Dabei haben wir einen getakteten Busverkehr installiert und die Linien unserer Busse mit denen der Regional- bzw. S-Bahn verknüpft. Verbesserungen sind auch in anderen Teilen des Landkreises geplant. Wie bei allen Änderungen, gibt es auch hier, Lob und Kritik gleichermaßen.

Nach dem alle zehn Dörfer von Gesine Sommer mit deren Initiativen vorgestellt waren, ging es daran die ersten drei zu nennen. Die Jury hatte jede Gemeinde zwei Stunden lang besucht und sich über die Initiativen informiert. Diese wurden dann mit Punkten bewertet.  Den dritten Platz im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ belegte die Gemeinde Elstertrebnitz. Die Vertreter der Gemeinde um den Bürgermeister und den Vereinsvertreter nahmen die Würdigung aus den Händen des Landrates entgegen. Platz zwei ging nach Frankenhain und den ersten Platz belegte Fremdiswalde mit seinem aktiven Dorfleben. Hier nahmen die Vereinsvertreter aus dem Ort und Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger den Preis entgegen. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto gab es wieder Musik.

Der nächste Teil war genauso spannend und interessant wie der erste. Kerstin Friedrich Regionalverlagsleiterin bei der LVZ trat ans Mikrophon und erläuterte die Fortführung des Heimatpreises um den Initiativpreis „Leben im Dorf“, der gemeinsam mit der LVZ ausgelobt wird.

Kerstin Friedrich – Leipziger Volkszeitung

Initiativpreis “Leben im Dorf”, der Name trägt es in sich. Menschen, die Initiative ergreifen, Dinge selbst in die Hand nehmen, anpacken, nicht abwarten. Menschen die in Gemeinschaft oder allein ihre Zeit, respektive Freizeit und ihre Energie der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, sind in jeder Hinsicht preiswürdig. Weil sie eine lebendige Form der Heimatpflege betreiben, die gerade in diesen Zeiten, kostbarer erscheint, denn je.

Mit dem Initiativpreis “Leben im Dorf“ werden Einzelpersonen, Vereine und Gruppen bedacht, die sich für das Leben im Dorf nachhaltig engagiert haben. So hat Frau Dr. Ingrid Riedel sich seit langen für soziale und kulturelle Projekte in einem der westlichsten Dörfer des Landkreises, in Kitzen stark gemacht. Sie unterstützt den Förderverein für die Kreuzkirche Sankt Nikolai zu Hohenlohe-Kitzen und engagiert sich beim Kitzener Kultursonntag.  Als Verein wurde „Für Greifenhain e.V.“ ausgezeichnet. Deren Vertreterin, Frau Dr. Andrea Berndt nahm die Auszeichnung für den Verein der kleinen Kommune entgegen. Der Verein „Für Greifenhain“ hat nach 2012 nachhaltig für die Verschönerung des Ortes mit Tatkraft und für die Belebung von Kultur und Sport eingesetzt. Zum Schluss gab es noch eine Gruppe zu ehren. Das waren die Kinder aus der Jugendfeuerwehr in Zschopach. Hier ist es gelungen fast 20 Kinder und Jugendliche fest in die Jugendarbeit der Freiwilligen Feuerwehr zu integrieren. Dabei kümmern sich drei Jugendwarte darum, dass die beiden Altersgruppen adäquate Aufgaben bewältigen und die Freiwilligen Floriansjünger bei Festen und Veranstaltungen sachgerecht unterstützt werden. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer, bzw. deren Vertreter eine Aufmerksamkeit aus den Händen des Landrates. Verabschieden wir uns mit dem Wunsch, dass das Leben auf dem Dorf auch in Zukunft interessant und vielfältig bleibt.

von Ruldolf Brendel

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