Nach dem Orkan „Friederike“

Nach dem das Orkantief „Friedericke“ nun abgezogen ist, werden die teilweise enormen Schäden jetzt sichtbar. Seit dem Donnerstagnachmittag liefen die Einsätze. Dachziegel flogen, Bäume fielen und Dächer wurden abgedeckt. Die Aufräumarbeiten werden sich wohl noch einige Tage ziehen. Die Leitstelle in Leipzig bearbeitete bis 20 Uhr 1200 Einsätze. Aber aus dem Landkreis wächst aber die Kritik, an der Koordinierung der Einsätze.


Nachtrag

Der Orkan „Friederike“ hielt auch die Beamtinnen und Beamten der Polizeidirektion Leipzig über mehrere Stunden in Atem. In der Zeit von 14:00 Uhr bis 21:00 Uhr verzeichnete die Polizeidirektion Leipzig insgesamt 491 Einsätze. Von diesen 491 Einsätzen fielen 314 unter die Kategorie „Unwettereinsätze“. Die Notrufe gingen im Sekundentakt im Führungs- und Lagezentrum Leipzig ein. 202 Einsätze fielen allein auf die Stadt Leipzig. Vorwiegend ging es dabei um umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, Bäume, die in Strommasten fielen und diese abrissen, Verkehrsschilder, die umfielen auf Straßen und Wegen. Den schwersten Zwischenfall gab es im Polizeirevier Oschatz. In Luppa stürzte ein Baum auf einen Opel. Der 26-jährige Fahrer wurde eingeklemmt. Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei waren schnell vor Ort. Die Kameraden mussten den eingeklemmten schwerverletzten Fahrer befreien, der anschließend sofort in ein Krankenhaus gebracht wurde. Auch Tage danach sind die Feuerwehren noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Nach Aussagen des Landkreises gab es bis zum Schichtwechsel am Morgen des 19. Januar 335 Einsätze. Alle Einsätze konnten noch nicht aufgearbeitet werden, die Leitstelle geht nach Komplettauswertung von einer Verdopplung der Zahl aus. Knapp 3000 Notrufe und über 1400 Sprechwünsche der Feuerwehr sind zwischen 15 und 18 Uhr eingegangen. Kritik gab es an der Koordination der Einsätze durch die neue Leitstelle. Der Orkan mit seinen Auswirkungen stellt jedoch eine Ausnahmesituation dar. Das System wird überprüft und nach Möglichkeiten verbessert.

Nils Geldner

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1 Kommentar

  1. Wie sollen Einsätze auch funktionieren wenn die neue Leitstelle überfordert ist und einen auf sprechwunsch oder direkter Anfrage über Leitstellenfunk ignoriert.
    Das die ganzen Leitstellen zu einer gemacht wurden, war der größte Blödsinn

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