Camp Bund Deutscher Pfadfinder_innen

Ein großes Camp mit Zelten und vielen Jugendlichen gastierte in der letzten Juliwoche auf dem Gelände der ehemaligen Spitzenfabrik in Grimma. Das machte uns natürlich neugierig und so haben wir mal nachgefragt, welche Gäste an der Mulde begrüßt werden konnten.

Stephanie Otto, Vertretung des BDP im Bundesjugendring:

Wir sind der BDP, genau gesagt der Bund Deutscher PfadfinderInnen und wir sind hier knapp neun Tage zusammen. Hier treffen sich Jugendliche bundesweit und heute kam eine große Gruppe von griechischen Jugendlichen an, über 30 Leute. Wir verbringen diese Woche hier und machen zusammen Workshops. Wir bieten als Team selbst welche an, aber die Jugendlichen können auch welche anbieten und können das Programm hier mitgestalten.

So kamen hier also rund 70 Jugendliche im Durchschnittsalter zwischen 17 und 22 Jahren zusammen, und waren dabei auch selbst gefragt. Denn jeder sollte die Möglichkeit haben, seine eigenen Fähigkeiten einzubringen. So konnte man vielleicht anderen ein Instrument beibringen oder anderweitiges Wissen vermitteln, wie bei der Fahrradwerkstatt. Mit den wieder fit gemachten Zweirädern wurde von den Jugendlichen dann auch direkt Grimma und Umgebung direkt über den Mulderadweg erkundet. Bei den ganz alltäglichen Dingen waren sie aber auch gefragt. Egal ob das Reinigen der Toiletten oder das gemeinsame Kochen. Es versteht sich als Mitmachcamp unter dem basisdemokratischen Ansatz: Nicht nur konsumieren, sondern auch mitgestalten. Aber auch ein anderes Anliegen ist den Betreuern bei dem Camp ganz wichtig.

Stephanie Otto, Vertretung des BDP im Bundesjugendring:

Also wir versuchen immer, dass wir “Inklusive Jugendarbeit” machen. Inklusive Jugendarbeit heißt nicht nur, dass wir Jugendarbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung machen, sondern auch mit Geflüchtete. Wir denken, wenn Menschen zusammen kommen, zusammen leben, kochen, wenn sie zusammen Fußball spielen, Workshops hier machen, dann können sie sich verständigen. Dann werden auch Vorurteile abgebaut und man weiß einfach, wie denken eigentlich andere Leute und das ist total gut, das miteinander zu machen.

So sollen sich die Jugendlichen in diesem Jahr mit der griechischen Gruppe mal über ihr Leben und ihren Alltag austauschen und Kontakte knüpfen – auch als eine Form der Bildung, die vielleicht mehr Einblicke gibt, als beispielsweise im Urlaub. Dabei ist Grimma als Austragungsort für das diesjährige Camp schon länger im Visier gewesen.

Stephanie Otto, Vertretung des BDP im Bundesjugendring:

Wir haben hier schon länger vom BDP aus Kontakte, zur Spitzenfabrik und zu Herrn Burdukat und wir fühlen uns total wohl hier auf dem Gelände. Es gab quasi eine Vorgruppe, das Team von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die das Lager hier vorbereitet haben. Die sind gekommen, haben alles aufgebaut und wir werden von ihnen super unterstützt. Den Griechen fehlten zum Beispiel Handtücher, da wurde gesagt “Kein Problem, ich organisiere euch welche.” Also uns gefällt es hier gut.

So wurde auch gleich mal eine Runde in der Mulde geschwommen und das schöne Wetter genossen. Finanziert wurde das Camp durch öffentliche Fördermittel, einen Zuschuss vom Verein und einem kleinen Obolus der Teilnehmer. Wir hoffen, es hat allen in Grimma gefallen und die jungen Menschen kommen uns mal wieder besuchen!

von Elke Thiele

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