726 Jahre Großbothen

Schon an den Ortseingängen warb Großbothen mit einer markanten Strohpuppe für sein Ortsfest anlässlich der 725 plus Eins Jahrfeier. Man hat nun mal nicht jedes Jahr einen runden Geburtstag. Das Ganze spielte sich auf dem mehr als gut besuchten Sportplatz des Ortsteiles von Grimma ab. Die eingekauften Attraktionen hielten sich in Grenzen. Dafür organisierte der Ortschaftsrat in Zusammenarbeit mit allen Vereinen in Großbothen die Veranstaltung. Im Zelt waren der Heimatverein und ein Schulbasar präsent. Am Schulbasar wechselte so manche Kleinigkeit gegen ein überschaubares Entgelt den Besitzer. Für 2018 ist vom Heimatverein wieder die Herausgabe eines Kalenders mit Motiven aus Großbothen und Umgebung geplant. Als eine Besonderheit dieses Kalenders wird das Eindrucken der Tourenpläne der Kommunalen Entsorgung geplant, sodass das Einkleben der jeweiligen Symbole aus der Informationsbroschüre entfällt. Aber vorher konnten die Besucher per Stimmzettel entscheiden, welche Motive im Kalender 2018 von Ort erscheinen sollten.

Auf der Freifläche war die Jugendfeuerwehr von Großbothen zu Gange. Mittlerweile kam der Spaß in den Vordergrund nach Stunden des Dienstes. Ob Feuerwehr oder andere Vereine, alle nutzten die Möglichkeit der Vorstellung, um nicht ganz uneigennützig vielleicht das Eine oder das Andere Mitglied neu zu gewinnen.

Der Kegelverein ist bei einem solchen Dorffest natürlich fester Bestandteil der Planung. Das Problem, dass seit Jahrzehnten den Verein bei solchen Festen plagt, ist das Kegelaufstellen. Um das ein für allemal zu lösen, setzte sich Harald Gänse Ende des vergangenen Jahres hin und entwickelte eine Kegelaufstelleinrichtung nach Hausmacherart. Natürlich kann ein Verein sich eine derartige Anlage kaufen, aber zu welchem Preis, um sie dann vielleicht einige male im Jahr zu nutzen, das geht auch anders. Zwei Elektromotoren, davon ein Getriebemotor und eine Schalteinheit sind das Herzstück der Aufstelleinrichtung. Ein paar Rohrabschnitte sind die Stabilisatoren vor dem Wiederabsenken der Kegel. Seile, Fahrradketten und anderes, was sich im dörflichen Haushalt findet, wurden sinnvoll kombiniert und fertig war die Aufstelleinheit. Auch das lästige Bücken, um die Kugel zum Spieler zurück zu rollen entfällt damit vollständig. Dankbar nahm das Festpublikum die Neuerung an. Aber der Clou des Nachmittags und Abends sollte das Menschenkickerturnier sein. Nachdem sich die Spieler in der aufblasbaren Arena postiert und ihre Hände in die Schlaufen auf den quer montierten Rohren platziert hatten, ging das Spiel los. Anpfiff und dann zwei mal acht Minuten Spielzeit. Obwohl die Temperaturen eher mild als heiß zu bezeichnen waren, waren nach sechs Minuten die ersten Fragen, nach der noch zu absolvierenden Spielzeit zu hören. Aber man kam immer besser ins Spiel.

Torschüsse wurden abgefeuert, Kopfbälle waren zu sehen und was unvermeidlich war, auch die eine oder andere Fuhre Sand lernte das Fliegen. Der Spaßfaktor war voll getroffen. Für die Kleinen, die es noch nicht so wild angehen lassen wollten, war eine Fuhre Sand abgekippt worden. So konnten die Eltern auch einmal an einer Bierzeltgarnitur sitzen, dem Treiben des Festes zuschauen und den Nachwuchs im Auge haben. Insgesamt also ein gelungenes Fest, welches im nächsten Jahr sicher auf seine Wiederholung wartet.

 

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