Versammlungsgeschehen vom 02. September 2017

Das Bündnis“ Irgendwo in Deutschland“ meldete eine Versammlung in Wurzen unter dem Thema: „Gegen Rassismus in Wurzen und Sachsen! an. Die Polizeidirektion Leipzig führte daraufhin am heutigen Samstag einen Polizeieinsatz durch, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Rahmen der Versammlung zu gewährleisten. Im Vorfeld der Demonstration wurde bekannt, dass am
Samstagmorgen eine Strohpuppe an einer Eisenbahnbrücke in Wurzen aufgehangen war. Auf der Puppe war ein Schriftzug mit den Buchstaben „AFA/FCK“ und auf der Brust ein durchgestrichenes Antifasymbol aufgemalt. Die Puppe wurde beseitigt. Die Demonstration begann mit einigen Minuten Verspätung, da mehrere Auflagen noch erfüllt werden mussten. Nachdem diese Auflagen durch den Versammlungsleiter durchgesetzt wurden, begann der Demonstrationszug mit ca. 350 Teilnehmern die Route durch Wurzen mit mehreren Zwischenkundgebungen.
Während der Demonstration gab es keine größeren Zwischenfälle. Lediglich am Bürgermeister-Schmidt-Platz kam es zu verbalen Auseinandersetzungen. Vereinzelte Gegendemonstranten versuchten zu dem Demonstrationszug zu gelangen; das konnte durch die Polizeibeamten unterbunden werden. Gegen 18.20 Uhr traf der Demonstrationszug wieder am Bahnhof ein und die Versammlung wurde beendet.
Fazit der Polizei: Eine friedliche Demonstration in Wurzen mit keinerlei gewalttätigen Auseinandersetzungen. Es gab eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung (rechts, 46, m), zwei Ordnungswidrigkeitsanzeigen (2x rechts) eine Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Sächsische Versammlungsgesetz, (Mitführen eines Teleskopstocks zu einer Versammlung, rechts, 31, m) sowie eine Anzeige wegen Verstoß gegen § 86a StGB – Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Im Rahmen des Einsatzes wurden Kräfte der Polizeidirektion Leipzig, des Bereitschaftspolizeipräsidiums, des Landeskriminalamtes, des Polizeiverwaltungsamtes, der Polizeidirektion Dresden, der Polizei Thüringen und der Bundespolizei eingesetzt.

Meldung der Polizeidirektion Leipzig

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