Zusammenleben verbindet! – 750 Jahre Borsdorf & Panitzsch – Muldental TV

Zusammenleben verbindet! – 750 Jahre Borsdorf & Panitzsch

750 Jahre haben Borsdorf und Panitzsch gewartet, nun war es endlich so weit. Die Festwoche begann mit einem Gala-Abend auf der Trabrennbahn. Nach Eröffnung von Bürgermeister Ludwig Martin, unterstützt von Pfarrer i.R. Reinhard Freier, der feierlich ein Exemplar des Buches „750 Jahre Panitzsch“ sowie drei Becher, die eigens für das Festjubiläum getöpfert wurden, übergab, unterhielten Zauberkünstler Ben David und die Limit Live Band die Zuschauer. Die Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden und Städten ließen es sich nicht nehmen, Borsdorf und Panitzsch zum Jubiläum zu gratulieren. Die Eröffnungsfeier leitete eine ereignisreiche Festwoche ein.

Den ersten Knall gab es am Samstag zum traditionellen Sommerfest des Tankstellenmuseums gemeinsam mit dem Schulfest des Freien Gymnasium Borsdorfs – ein Knall war es im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Fest wurden von der Leipziger Communalgarde eröffnet. In diesem Zuge wurde zugleich Hauptwachtmeister Haberkorn wieder in das Amt eingeführt. Zu seinen Aufgaben an diesem Tage zählten Inspektionsfahrten rund um Borsdorf. Die Partheplautzer gaben sich die Ehre, Ausstellungen zu Lanz-Bulldogs, Mopeds, Speedway-Motorrädern, Hühnerschrecks, Tankstellentechnik, Historischer Küche und exotischen Fahrrädern ließen die Besucher staunen. Die Musikschule Muldental und die Dudelzwerge mit ihrer Mittelaltermusik verzauberten die Gäste mit ihren Klängen, eine Sonderausstellung zu Gaststätten und Schankrechten in Borsdorf machten auf bewundernswerte Weise deutlich, welch kulinarischen Höhepunkte es in Borsdorf gab und gibt und das Abendkonzert von Tino Standhaft und Norman Daßler setzten diesem Tag einen tollen Abschluss.  Attraktionen im Gymnasium und im Tankstellenmuseum lockten an diesem Tage mehrere hundert Besucher. Ein Gedicht von Uwe Bismark fasst das Schulfest treffend zusammen. Mit einigen Bildern gibt es dieses unter folgendem Link zu sehen: http://www.freies-gymnasium-borsdorf.de/aktuelles.html

Vom Dichten ins Schwärmen ging es am Sonntag zu: „Panitzsch lädt ein – Tag der offenen Höfe“. Begonnen wurde mit „Miteinander leben verbindet“ einem evangelischer Gottesdienst auf dem Pfarrhof der Kirche Panitzsch. Danach schoss die Leipziger Communalgarde das Treiben auf der Festmeile an, die für viele unvergesslich bleiben wird. Die Höfe öffneten ihre Tore – mittelalterliches Treiben, Oldtimer- & Traktorenschau, Kremserfahrten Schauturnen, die Partheplautzer, Kurfürst August der die Liebe zu seiner Heimat wiederfand und viele weitere Überraschungen aus vergangener Zeit begeisterten die zahlreichen Besucher. Die Musikschule Muldental lud zum Konzert, der Hort Parthenstrolche begrüßte die Gäste zum Tag der offenen Tür, eine Wanderausstellung zu Dr. Margarete Blank informierte in der Grundschule, ein 7,5 Meter langer Pflaumenkuchen führte zum Staunen. Eine Vielzahl weiterer Ereignisse lässt uns immer noch aus dem Schwärmen nicht herauskommen.

Doch mit dem Wochenende war es nicht genug. Unserem ersten Festwochenende folgt noch eine ganze weitere Festwoche. Das Motto „Zusammenleben verbindet“ wurde vor allem auch beim  Internationalen Kochen in der Gemeinschaftsunterkunft Borsdorf. Geschmackserlebnisse aus aller Welt bereiteten einen gemütlichen und tollen Abend! Mehr als 20 Gäste zeigten, dass Zusammenleben doch viel schöner ist, als sich mit Vorurteilen gegenüber zu stehen. Neben deutscher Kürbissuppe, Toskanischem Brotsalat, Käsekuchen, Brownies und einer Früchte-Joghurt Speise von den Gästen zauberten die Heimbewohner Köstlichkeiten mit Hühnchen und Reis aus Afghanistan und Pakistan. Dieser geselligen Runde ließ es sich auch die Feuerwehr nicht nehmen, einen Besuch abzustatten. Nach einem Einsatz gesellten sich die Jungs unter großem Applaus noch hinzu. Die Heimbewohner freuten sich sehr, ihnen etwas für ihre unermüdliche Bereitschaft und ihr Engagement zurückgeben zu können. Da wurde glatt ein Dankeslied an die Feuerwehr angestimmt, welches in einen Trommel- und Mundharmonika-Workshop überging.

Zeitlich gut abgestimmt wurde diese Veranstaltung mit dem im fließenden Übergang darauffolgendem Gemeindeabend in der Ev.-Luth. Kirche zu Borsdorf50 Jahre Kirche Borsdorf & 110 Jahre. Etwa 80 Besucher, auch über die Gemeindegrenzen hinaus fanden den Weg in die Kirchgemeinde. Zwei Vorträge über den Weg der Kirchgemeinde von den Anfängen bis zur Gegenwart sowie eine Präsentation über die Kirchen des 20. Jahrhunderts mit den Besonderheiten der Kirch zu Borsdorf wurden vom Kirchenchor und einer Gesangssolistin unter Leitung von Herrn Kantor Wolfgang Roemer umrahmt. Dazu gab es eine kleine Ausstellung über den Kirchenbau sowie die Präsentation einer Postkarte mit den sieben Motiven der Buntglasfenster, die zum Kauf zur Verfügung steht.

Die Kirche ist wichtiger Teil in der Borsdorfer Geschichte. Wie lebendig diese sein kann, zeigte Heimatforscher Gerhard Otto. Während er am Dienstag neben der Buchvorstellung  „Panitzsch, zum 750 Jahrestag der Ersterwähnung“,  einen Rückblick mit vielen Bildern und Episoden an die Festwoche zur 700 Jahrfeier von 1967 in Panitzsch einschließlich einer kleinen Erinnerung an das Heimatfest 1937 gab, folgte am Donnerstag ein Lichtbildvortrag zur Festwoche 700 Jahre Borsdorf im Ratssaal im Rathaus Borsdorf. Pfarrer i.R. Reinhard Freier und Dr. Jens Bulisch präsentierten am Dienstag einer großen Menge an interessierten Besuchern ihr Buch zur Panitzscher Geschichte. Das knapp 400 Seiten starke Buch wurde in den vergangenen zwei Jahren mit viel Liebe und Engagement zusammengestellt und darf wohl in keinem Haushalt fehlen. Eine Vielzahl an Bildern vergangener Zeiten machte Heimatforscher Gerhard Otto danach wieder lebendig. In humorvoller Art präsentierte er sowohl Dienstag als auch Donnerstag die Geschichte unserer Ortsteile. Getreu dem Anlass in Uniform des Hauptwachtmeisters Haberkorn folgten Anekdoten und eine Vielzahl an Erinnerungen, die die Gäste in den übervollen Räumen begeisterten.

Zwischen Dienstag und Donnerstag sollte der Mittwoch nicht vergessen werden. Das werden die Fußballer des SV Panitzsch/ Borsdorf sicherlich nicht, denn auch in Zukunft wird bestimmt noch von dem grandiosen Tor gegen LOK Leipzig gesprochen. Da sollte es auch keinen stören, dass auf der anderen Seite 18 Tore an der Zahl zu verbuchen waren. Zum Sporttag in den Sporteinrichtungen in Borsdorf und Panitzsch mit Fußball, Feuerwehrspielen, Tischtennis konnten sich bereits von früh an die Kinder der Kitas und die Schüler mit den verschiedensten Angeboten austoben. Mit der Fußballschule Oleo unterstützt vom SV Panitzsch/ Borsdorf folgten zum Nachmittag Unterrichtsstunden für die zukünftigen Ballzauberer. Da Sport etwas für alle Generationen ist, konnten sich danach die älteren Herren in einem Traditionsfußballturnier beweisen, bis dann am Abend das Spiel des SV Panitzsch/ Borsdorf gegen LOK Leipzig folgte.

Am Donnerstag wurden dann die Kapazitäten der Aula der Grundschule Borsdorf ausgetestet. Mehr als 300 Zuschauer wollten sich die Historische Revue „Zeitsprünge“ nicht entgehen lassen. Mit Schauspielerei vom Feinsten wurden hier 750 Jahre unserer Geschichte, ob zur Pfingstbierstory, zu den wilden 80ern, zum Mord und Reportagen an der Badeanstalt und vielem mehr mit Musik, Tanz und Spaß auf wundersame Weise präsentiert. Beeindruckend, was die Organisatoren um Kerstin Dittrich und Matthias Schwarzmüller hier auf die Beine gestellt haben.

Jede Festwoche geht jedoch auch einmal zu Ende. Hier in Borsdorf und Panitzsch lassen wir unsere 750 Jahrfeier allerdings nicht einfach ausklingen, sondern setzen mit dem 17. Parthenfest noch ein Highlight drauf! Mit einem Theaterstück in der Grundschule Panitzsch aus den Ergebnissen der Projektwoche 750 Jahre Borsdorf/ Panitzsch – Leben früher und heute und mit musikalischen Einlagen der Musikschule Muldental wurde das Wochenende eingeleitet. Begleitet durch die Ortsfeuerwehr Panitzsch leuchteten die Kinder mit einem Lampionumzug auf dem Weg zur Trabrennbahn. Auch hier gab es einen Knall durch die Leipziger Communalgarde, die dann den Diskoabend in Bewegung brachte. Das jährliche Höhenfeuerwerk war auch hier ein besonderes Highlight. In dem Gebäude der Trabrennbahn konnten sich die zahlreichen Besucher auch hier über die Gaststätten und Schrankrechte in Borsdorf, Panitzsch und Zweenfurth, einer Ausstellung von Heimatforscher Gerhard Otto, informieren. Dazu präsentierte der Heimatverein eine Ausstellung zur Ortsgeschichte. Während der gesamten Festwoche informierte das Heimatmuseum mit einer Sonderausstellung über unsere Geschichte mit dem Verkauf historischer Bilder durch den Heimatverein. Chor und Kinderprogramm, ein beeindruckender Autocorso durch alle Ortsteile, Bühnenprogramm, Angebote für die ganze Familie, Tanz & Livemusik, Seifenkistenrennen, eine historische Modenschau und am Sonntag der ökumenische Gottesdienst, die Partheplautzer mit Blasmusik zum Frühshoppen, der Fanfarenzug und die Schalmeienkapelle und die Auslosung der beliebten Tombola zum Schluss bereiteten den Abschluss der Festwoche.

Gut zwei Jahre der Vorbereitung liegen nun zurück. Die Festwoche bot mit jedem Programmpunkt ein besonderes Highlight. Vieles wird uns in Erinnerung bleiben und hat uns gezeigt, dass Zusammenleben tatsächlich verbindet, wie es im Motto der Festwoche beschrieben war. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre des Zusammenlebens und sind uns sicher, dass auch das nächste Jubiläum wieder ein voller Erfolg wird!

Astrid Sonntag (Orga 750 Jahrfeier)

 

 

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