27. Naunhofer Kartoffelfest – Muldental TV

27. Naunhofer Kartoffelfest

Der Start in den Kartoffelfest-Samstag in Naunhof war wohl leider nicht ganz so, wie geplant. Denn pünktlich zum Start ins Wochenende öffneten sich am Himmel die Schleusen und ein ordentlicher Regenguss ließ die Zelte und Schirme zu beliebten Plätzen werden. Doch manche machten aus der Not eine Tugend. Wie hier beim Schützenbund Naunhof und Umgebung 1894 e.V. Dort waren alle Interessierten eingeladen, am Wettkampf zur Ermittlung des diesjährigen Bürgerschützenkönigs teilzunehmen. Und so schnell wie der Regen kam, war er dann zum Glück auch wieder verschwunden und so füllte sich das Festgelände mit immer mehr Besuchern. Passend zum Kartoffelfest gab es natürlich kulinarisch Einiges rund um die Kartoffel und auch geschichtlich konnte man sich umfangreich über die Knolle informieren. Dabei erfuhr man auch, dass Pfarrer Christoph Gottfried Ungibauer im Jahre 1740 erstmals Kartoffeln in Naunhof anpflanzte. Nicht fehlen durfte zum Naunhofer Kartoffelfest wieder das umfangreiche Kinderprogramm auf dem Schulhof. Da konnte gewerkelt und gebastelt werden. Natürlich auch mit dem beliebten Kartoffeldruck. Wer wollte, konnte sich sogar ein eigenes Springseil herstellen und zwar an dieser Reeperbahn. Ja, Sie haben genau richtig gehört.  Denn Reep ist der Fachbegriff für das Seil und die Bahnen waren früher zumeist lange Straßen, in denen die Seile gedreht wurden.

Früher nahm man für die Herstellung verschiedene Naturfasern, das ist heute zu teuer und wird daher nicht mehr genutzt. Industriell werden heutzutage nur noch Kunstfasern zu Seilen verarbeitet. Gleich nebenan am Stand der Interessenvereinigung für Körperbehinderte war dann etwas Geschick gefragt beim Mausspiel. Denn es galt, die Mäuse ins Loch zu jagen. Eine Herausforderung für Groß und Klein. Und tierisch wurde es dann auch beim Geflügelzuchverein Naunhof und Umgebung e.V., der ein paar schöne Federtiere mitgebracht hatte.

Neben viele kleinen Küken machten die Höckergänse lange Hälse und die Deutschen Möven saßen gemütlich auf Ihrer Stange. Interessant war auch der Teil eines Bienenstockes direkt an einem Stand mit Honig-Produkten. Wer genau hinschaute, konnte sogar die Königin entdecken und dem fleißigen Völkchen beim Arbeiten zuschauen. Damit soll auch auf das Bienensterben aufmerksam gemacht werden. Wem das nun alles zu ruhig war, der konnte sich anschließend auf dem Festplatz ordentlich austoben. Die Fahrgeschäfte luden zum Mitfahren ein und das sorgte für ordentlich Adrenalin. So war das Kartoffelfest wieder mal ein Fest für die ganze Familie und hatte viele Programmpunkte zu bieten. Mit einem Star, der stets im Mittelpunkt stand: der Kartoffel.

von Elke Thiele

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