Floorball-Damen verlieren erstes Bundesligaspiel in Weißenfels

Immer wieder sind diese Spiele an Spannung kaum zu überbieten. Gemeint sind die Auseinandersetzungen zwischen den Cats aus Weißenfels und den Wikinger Damen. In dieser Saison, wo wieder in einer Bundesliga gespielt wird, reiste am Sonnabend dem 21. Oktober das Team der Trainer Kühne und Linke nach Weißenfels, um am 4. Spieltag gegen den Tabellenführer zu bestehen. Auch wenn beide Tranier nicht anwesend waren und Alexandra Nickel die Leitung an der Linie übernahm, so war der Geist des Sieges schon im ersten Drittel deutlich zu erkennen. Noch ohne Tore, doch mit unzähligen Chancen auf beiden Seiten entspann sich ein hartes aber faires Match. Erst in den zweiten 20 Minuten sollten sich die Ereignisse auf dem Spielfeld dann richtig überschlagen, denn bereits nach 6 Minuten eröffneten die Damen des UHC Weißenfels den Torreigen. Leonie Vogt setzt sich gegen Lisabeth Klaus durch und bringt ihr Team mit 1:0 in Führung.

Diese sollte aber nicht lange halten, denn bereits anderthalb Minuten später nutzt Alexandra Kürth ihre Chance zum Ausgleich. Nach Zuspiel von Mietz kann sie sich gegen Sarah Geißler durchsetzen und letztendlich mit ihren Schuss Indra Reck im UHC Gehäuse überwinden. Weißenfels´ Hallensprecher konnte noch nicht einmal die Torschützin ansagen, da schlug es im Grimmaer Gehäuse erneut ein. Grimmas Goalie Paulina Pekki kann den Ball nicht unter Kontrolle bringen, sodass Jenny Horn auf 2:1 erhöht. Und weiter ging es. Nur 16 Sekunden nach Wiederanpfiff jubelt der Gast von der Mulde erneut. Kürth auf die freistehende Wiebke Richter und es steht 2 zu 2.

Während in den nun folgenden 5 Minuten beide Mannschaften mehrere gute Gelegenheiten zur Führungsübernahme hatten, sollte es dem Gast vorbehalten sein, den nächsten Treffer zu erzielen. Nach Pass von Hanna Götze ist es Anne-Marie Mietz, die mit einem sehenswerten Schuss Torfrau Indra Reck überwinden kann. Und wenige Minuten später ist es Götze selbst, die Grimmas Führung auf 2 Tore weiter ausbaute. Noch einmal sollten sich am Ende der zweiten 20 Minuten die Ereignisse überschlagen. Nach Auszeit Weißenfels ist es eben diese Mannschaft, die nicht locker lässt und erneut verkürzen kann. 19 Minuten und 22 Sekunden waren im zweiten Abschnitt gespielt, als erneut die Nummer 3 von Weißenfels, Leonie Vogt, den Ball im Gehäuse zum 3:4 Anschluss unterbrachte. Und wie schon bei den ersten beiden Treffern zieht Grimmas Nummer 3 nach. Nur 21 Sekunden später Tor durch Alexandra Kürth.

Aber noch war dieser Durchgang nicht zu Ende. 5 Sekunden vor Ertönen der Schlusssirene verkürzten die Weißenfelserinnen abermals. Laura Neumann ist hier die Torschützin. Im Schlussdrittel sollten dann noch einmal 6 Tore fallen. Auch wenn Grimma alles daran setzte, die einmal errungene Führung weiter auszubauen, waren es doch eher die Cats aus Weißenfels, die die Treffer erzielten. Ausgleich zum 5:5 durch Pauline Baumgarten. 6:5 Sarah Geißler. 7:5 Aline Kolditz. 8:5 Leonie Vogt und 9:5 erneut durch Pauline Baumgarten. Die Wikingerinnen konnte machen was sie wollten, der Ball wollte einfach nicht im gegnerischen Gehäuse unterkommen. Erst in der Schlusssekunde fällt für Grimma der nächste Treffer. Alexandra Kürth verkürzt auf 6:9. Weißenfels belegt nach 4 Spieltagen weiterhin den ersten Tabellenplatz. Grimma folgt ihnen mit einem Spiel weniger auf Platz 2.

Spannend wird es Mitte November in Grimmas Muldentalhalle. Denn dann treffen die beiden mitteldeutschen Dauerfinalistinnen in Meisterschaft und Pokal in der ersten Pokalrunde aufeinander. Damit steht auch fest, dass es im kommenden Jahr erstmalig nicht zu einem Endspiel zwischen den Weißenfelser Cats und den an der Mulde ansässigen Wikingerinnen kommen wird.

Heiko Sachse

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