Martinimarkt 2017

Am ersten Novemberwochenende war die Klosterkirche Grimma mal wieder Anziehungspunkt für viele Liebhaber von Handgemachtem und Regionalem. Denn auch in diesem Jahr fand in den historischen Gemäuern der Martinimarkt statt. Ein Treffpunkt für viele, die gern stöbern und vielleicht auch schon die ersten Geschenke für Weihnachten kaufen möchten. Die Auswahl war auf jeden Fall groß. Am Bürstenstand konnte man zahlreiche handgemachte Varianten des Klassikers kaufen. Wer auf der Suche nach Deko-Artikeln war, der wurde natürlich auch fündig. Unzählige Kleinigkeiten warteten darauf, entdeckt zu werden und neue Besitzer zu finden. Egal ob Gestecke, bunte handgefertigte Figuren oder aus Kork gefertigte Tischdeko. Da lohnte es sich, mal durch die angebotenen Waren zu stöbern. Dabei gab es auch an vielen Ständen Angebote zum Mitmachen. So nutzte der 6-jährige Georg die Chance und probierte sich am Stand von Lothar Stadler in der alten Technik der Brandmalerei aus. Der Brennstift wird auf Temperaturen zwischen 500 und 750 Grad erhitzt, je nachdem, welches Holz man bearbeiten möchte. Gut geeignet ist Birke, aber auch Pappel und Buche kommt zum Einsatz. Und dann ist hier vor allem eines gefragt – eine ruhige Hand. Wer wollte, konnte natürlich auch zahlreiche Stücke dieser alten Technik auf Holz und Leder zu kaufen. Nicht selbst mitmachen, aber zuschauen konnte man zudem mitten im Getummel beim Spinnen von Wollfäden am Spinnrad. Und irgendwie erinnert es einen doch auch immer wieder ein wenig an „Dornröschen“, dem bekannten Märchen der Gebrüder Grimm. Was beim Martinimarkt nicht fehlen darf, sind ganz klar die zahlreichen Schmuckstände. Auch hier ist alles handgemacht mit verschiedensten Techniken, sodass man das ein oder andere Unikat erstehen konnte. Da fiel die Entscheidung manchmal gar nicht so leicht. Ähnlich ging es den Besuchern auch am Räucherstand mit den verschiedensten Düften von riesigen Räucherkerzen. Hier würde man sich jetzt wünschen, es gäbe Geruchsfernsehen. Denn hier duftete es herrlich und gab so schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die bald startende Weihnachtszeit.

Umrahmt wurde der Martinimarkt musikalisch von zwei Musikern der eigentlich im Quartett spielenden „Elbzigeuner“. Dabei erklang Weltmusik von rumänischer und russischer Folklore bis hin zu Klezmer.

Passend zur langsam kälter werdenden Jahreszeit fand man natürlich auch Mützen, Schals und Handschuhe, mit denen man sich gut vor Wind und Kälte schützen kann. Außerdem fanden sich an zahlreichen Ständen verschiedenste Töpferwaren, die teils aufwendig dekoriert waren. Einige der Händler kommen seit vielen Jahren regelmäßig zum Martinimarkt und genießen die gemütliche Atmosphäre. Dazu gehören auch Händler, die viele Leckereien aus eigener Herstellung anbieten. Teilweise konnte man diese gleich vor Ort probieren. Eine Chance, die viele der zahlreichen Besucher nutzten, die an den zwei Tagen den Markt besuchten und sich von der besonderen Umgebung, den außergewöhnlichen Angeboten und der heimelichen Stimmung anstecken ließen.

Elke Thiele

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