Unfall verursacht und geflüchtet

Symbolbild
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Am Abend des 12. Februar befand sich ein Wurzener Hausbewohner (53) gerade im Bad, als er die Geräusche „von durchdrehenden Rädern“ wahrnahm. Er schaute aus dem Fenster und traute seinen Augen kaum: Ein roter Pkw war nach links von der Straße abgekommen und gegen seinen ordnungsgemäß geparkten Opel Astra gekracht. Aus der Beifahrerseite stieg eine junge Frau und rannte weg. Plötzlich kam sie wieder, öffnete die Fahrertür und zog den Fahrer vom Sitz. Beide flüchteten dann in Richtung Marienstraße. Der Zeuge, der beide beschreiben konnte, rief die Polizei und ging nach unten, wo sich noch andere Zeugen einfanden. Die Beamten stellten den Schaden an beiden Autos – ca. 10.000 Euro – fest, nahmen die Zeugenaussagen auf, forderten Verstärkung sowie einen Fährtenhund an. Dieser lief mit seinem Hundeführer bis zur Goethestraße, wo sich die Spur verlor. Zwischenzeitlich hatten Beamte auch die Halterin des roten VW Polo, eine 61-Jährige, ermittelt. Andere Polizeibeamte, die gerade wegen Ermittlungen unterwegs waren, stellten einen Mann fest, auf den die Beschreibung vom Zeugen passte, und nahmen ihn vorläufig fest. Bei ihm handelte es sich um einen polizeibekannten 25-Jährigen. Während seiner Vernehmung gab er zu, widerrechtlich mit dem VW Polo gefahren zu sein. Da der Verdacht bestand, dass er unter berauschenden Mitteln gefahren war, wurde ein Drogenvortest durchgeführt, der positiv auf Amphetamine reagierte. Zudem konnte er keine Fahrerlaubnis vorweisen. Auf die Frage nach seiner Beifahrerin gab er an, mit einer Bekannten (20) unterwegs gewesen zu sein. Diese konnte an der angegeben Wohnanschrift bei einem Freund angetroffen werden. Die junge Frau war leicht verletzt, wollte jedoch keine ärztliche Versorgung. Gegen den 25-Jährigen wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter berauschenden Mitteln und unbefugten Gebrauchs ermittelt.

Meldung der PD Leipzig

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