„Stein auf Stein, Stein auf Stein…

das Häusel muss bald fertig sein“, so pfiffen die vier Gestalten munter vor sich hin, die ihren Ford Transit am Vormittag des 24. März vor dem Haus eines 62-Jährigen im Grimmaer Elfackweg jäh bremsten und anschließend beherzten Schrittes durch das Hofeinfahrtstor marschierten. Als der Häuselbesitzer nach deren Begehr` fragte, kam die Antwort prompt. Sie wollten ihr Restmaterial verbauen und hatten das Garagendach als lohnendes Ziel auserkoren. Es würde wohl auch nicht lange dauern, so die motivierten Handwerker. Der 62-Jährige indes war nicht annähernd so begeistert und verwies sie des Hofes, doch litten die Handwerker unter chronisch verstopfter Gehörgänge. Sie holten demnach Dachbleche und Werkzeuge aus ihrem Transporter, kletterten auf das Garagendach und begangen Dachschindel für Dachschindel herunterzureißen. Der 62-Jährige indes forderte immer lauter werdend, dass sie das Dach in Ruhe lassen und verschwinden sollen, doch die Handwerker reagierten auf die Rufe nicht. Doch als die Ehefrau das Treiben bemerkte, beendete sie das Schauspiel, indem sie drohte die Polizei zu rufen. Daraufhin traten die vier fluchtartig den Rückweg an und verschwanden wie ein Wirbelsturm. Zurück blieb ein zum Teil abgedecktes Dach, immerhin waren schon bis zu 20 Schindeln entfernt. Den Schaden bezifferte der 62-Jährige mit ca. 200 Euro. Zwei der Täter konnte der Häuselbesitzer kurz beschreiben:

1. Täter: 35 – 40 Jahre alt, 185 – 190 cm groß, sehr schlank, auffallend schlechte Zähne, schwarze, mittellange, nach hinten gekämmte glatte Haare, Erscheinungsbild eher osteuropäisch. Bekleidet war er mit einer dunkelgrauen Arbeitshose, grauer Strickjacke mit Aufnäher in Brusthöhe links. Er sprach gebrochenes Deutsch.
2. Täter: 40 – 50 Jahre alt, ca. 180 cm groß, normal gebaut, grau melierte, kurze, glatte Haare, das Erscheinungsbild ebenfalls osteuropäisch. Bekleidet war er mit einer blauen Arbeitslatzhose und blauen Arbeitsjacke. Er sprach gebrochenes Deutsch.

In diesem Zusammenhang konnte recherchiert werden, dass bereits zwei weitere Ermittlungsverfahren wegen ähnlicher Vorkommnisse eröffnet sind.

Meldung der PD Leipzig

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