Offene Gartenpforten an Parthe, Mulde, Lober

Symbolbild / pixabay

Üblicherweise sind die privaten Gärten für Freunde, Familie und Bekannte vorbehalten. Aber vom 10. – 17. Juni 2018 gestaltet sich eine farbenfrohe Woche rund um die grünen Schätze unserer Heimat für Besucher von nah und fern. Am 16. Juni, erhalten reiselustige Gartenliebhaber Einblicke in die sehenswerten Oasen des Muldentals. Die offene Gartenpforte Muldental präsentiert sich im Verbund mit der Gartenpforte in Delitzsch und Partheland. Ein ausführliches Faltblatt ist in der Stadtinformation Grimma am Markt 23 erhältlich. Das gesamte Programm finden Interessierte auf der Webseite: www.offene-gartenpforte-muldental.de.

Die „offenen Pforten“, privater und öffentlicher Gärten erfreuen sich zunehmend mit großer Beliebtheit. Nicht nur die Besitzer freuen sich über die Möglichkeit ihre mühevoll geschaffenen grünen Paradiese, einem interessierten Publikum zu präsentieren. Auch die Initiatoren sind von der Idee, dem Naturliebhaber auf dieser privaten Ebene eine Gesprächsplattform zu bieten, überzeugt.
Nadine Fuchs von der Stadt Delitzsch, Axel Weinert vom Zweckverband Parthenaue und Annett Antonia Gräske, Initiatorin mit Unterstützung der Stadt Grimma, planen für dieses Jahr eine ganze Woche rund um die Initiative offener Gärten. Die Idee, die Flüsse hier im wahrsten Sinne des Wortes positiv mit einfließen zu lassen, findet sich in dem gemeinsamen Auftritt unter „grüneSachsen – offene Gartenpforte entlang Lober, Mulde und Parthe“ wieder. Garten, Leidenschaft, Leben und Besinnung prägen den Inhalt dieser Initiative, die natürlich einen nachhaltigen Anspruch für unseren heimatlichen Lebensraum bringen soll. Gerade touristisch sind hier noch Reserven, die ausgeschöpft werden können – so die Initiatoren. Erste Anknüpfungspunkte örtlicher Hoteliers zeigten sich 2017 zum Tag der offenen Gärten im Raum Delitzsch. Mit einem Pauschalangebot für Gäste, sprang das Hotel Adler auf den Zug „Offene Gärten“ und lud Gäste ein, das grüne Sachsen bis über den privaten Gartenzaun zu erkunden. Das Delitzscher Land, die Parthe und das Muldental, sind Regionen, die alleine schon durch ihre reizvolle Einbettung in die wunderschöne Landschaft einzigartig und beruhigend wirken. Wir laden Sie ein, diese Reise unter dem Motto „Grünes Sachsen“ mitzugestalten.

Die Teilnehmer „offene Gartenpforte Muldental“ 16. Juni von 10.00 bis 17.00 Uhr:

  • Englische Parkanlage am Göschenhaus Schillerstraße 25, Grimma
    Seit 1800 wurde der zum Haus Göschens gehörende Garten, im Stil eines Englischen Parks mit vier Terrassen gestaltet. Eingebettet in die lose Anordnung der Bepflanzung finden sich am Pavillon Pyramidenpappeln und eine Theaterwiese mit Naturbühne. Durch den Weinlaubengang gelangt man zum Weinberg.
  • Wildromantische Oase, Alte Schulstraße 12, Großbardau
    Eine naturverbundene und kreative Frau gärtnert seit acht Jahren mit Leidenschaft am Großbardauer Pfarrhaus und verwandelt eine ursprünglich verwilderte Wiese eines alten Nutzgartens Stück für Stück in eine wildromantische Oase. Dabei haben Rosen, besonders die historischen, ihr Herz erobert.
  • Wilhelm Ostwald Park, Grimmaer Straße 25, Großbothen
    Mit seinem Steinbruch, der Streuobstwiese, den drei kleinen Teichen sowie den vielfältigen Staudenbeeten lädt der Park interessierte Gartenliebhaber zu einem Spaziergang ein. Ab 14.00 Uhr können Besucher bei Kaffee und Kuchen auf der Außenterrasse zu Kaffeehausmusik dem Jazz Duo Dresden lauschen.
  • Schlossgarten, Zum Kössener Rittergut 9, Kössern
    Vier unterschiedliche Gartenwelten befinden sich am Rittergut: Der ehemalige Wirtschafts-Innenhof mit dem Hochplateau, der an die Muldenaue angrenzende Terrassengarten, der nach historischem Vorbild rekonstruierte Brunnengarten und der verwilderte Park.
  • Kleiner Kräuter- und großer Obstgarten, Teichstraße 10, Kaditzsch
    Unter alten Obstbäumen entdecken die Besucher des großen Haus- und Nutzgartens eines historischen Bauerngutes heimische Wildblumen wie Margeriten und verschiedene Gräser.
  • Naturschaustätte “Mohdschegiebchn”, Turmweg 232a, Kaditzsch
    Über 50 verschiedene Kräuter wachsen im Garten der Naturschaustätte, die jeweils mit Informationstafeln zu Eigenschaften, Wuchsbedingungen und Verwendung Aussage geben. Darüber hinaus kann man mehrere Heidesträucher, Rhododendren und Azaleen-Sträucher bestaunen.
  • Kräutergarten an der Wassermühle, Höfgener Dorfstraße 8, Höfgen
    Hier erhält man einen Eindruck: „welch schöne und nützliche Pflanzen einst in vielen dörflichen Gärten unentbehrlich waren“. Neben zahlreichen Heil- und Gewürzpflanzen beherbergt der Garten auch einige besondere alte Obstbaumsorten.
  • Garten mit Weitblick in den Fürstentümern, Kuckeland 10
    Der liebevoll angelegte Steingarten besticht durch unterschiedlich farbliche Gesteinsarten, Strukturen und Figuren. Der große Fischteich mit Wasserfall lädt mit Räucherei und kleinen Sitzplätzen zum Entspannen ein. Raritäten sind die selbst gezogenen Bonsaibäume aus verschiedenen Laub- und Nadelgehölzen sowie Hortensien und Rhododendren.

Weitere Gärten außerhalb der Grimmaer Gemeinde:

  • Hausgarten mit Ausblick, Hainbuchenallee 49, Brandis: Hortensien und historische Rosen setzen Farbakzente. Drei-Seiten-Hof mit idyllischem Garten, Eichaer Straße 24, Erdmannshain: Die Flickenhexen vom Kohlenberg stellen in der alten Stube des Hofes Patchworkarbeiten aus.Vielfältiger Garten, Otterwischer Straße 11b, Pomßen.
  • Schmetterlingswiese, Martin Luther Str. 37, Thammenhain: Eine Spezialität des Inhabers ist sein Wissen über essbare Wildkräuter.
    Romantischer Hausgarten, Forstweg 6, Wermsdorf: Der Garten wirkt durch die Pflanzen, die in unterschiedlichen Gestaltungselementen aus Holz und Stein eingebettet sind.
    Gästeführungen im Rahmen der offenen Gartenpforte Muldental

Grimmas Grüne Schätze

Gästeführerin Heike Raubold zeigt Blumenliebhabern die versteckten Gärten und offenen Parks in der Muldestadt Grimma. Die zweistündige Führung beginnt am Freitag, 15. Juni ab 14.00 Uhr am Floßplatz, unterhalb der Gattersburg. Ausgehend von Grimmas grüner Lunge, dem Stadtwald, liegen Gärten am Baderplan, der Schwanenteichpark und der Alinepark mit Burgruine an der Strecke. Bei Kaffee und Kuchen klingt die Tour am Café Raffinesse aus. Anmeldungen nimmt Heike Raubold unter der Telefonnummer 0160 96219509 oder heikeraubold@aol.com an. Unkostenbeitrag: 5 Euro pro Person.

Sonntagsspaziergang durch das „Dorf der Sinne“

Auf, auf durch Wald und Flur. Am Sonntag, 17. Juni, startet um 10.00 Uhr eine dreistündige Wanderung mit Gästeführerin Heike Raubold an der Schifffahrtanlegestelle in Höfgen. Die Entdeckungsreise zu Fuß führt von den Blumenteppichen im „Goldenen Tälchen“ bis zum Kräutergarten an der Wassermühle. „Nach viel frischer Luft ist eine Kaffeepause mit selbstgebackenem Kuchen im Gartenpavillon der Familie Kahle vorgesehen“, so Heike Raubold. Anmeldungen nimmt die Gästeführerin unter der Telefonnummer 0160 96219509 oder heikeraubold@aol.com entgegen. Unkostenbeitrag: 12 Euro pro Person.

Gäste die über Nacht bleiben, freuen sich auf die Entdeckung der vielfältigen Pensionen und Hotels in unserer Region – sicher kommt auch von hier „grünes Licht“, wenn es heißt: Herzlich willkommen zum Tag der offenen Gartenpforte.

Weitere offene Gärten:
10.06.2018 Leipzig und Partheland
16.06.2018 Muldental
17.06.2018 Delitzscher Land

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