Sanierung der Roggenmühle beginnt

Ende Mai wird die letzte verbleibende Wand der Roggenmühle im Grimmaer Großmühlenareal eingerüstet. Die Freude ist groß, dass der Wiederaufbau nun beginnt. „Wir mussten warten bis bauliche Fertigstellung der oberirdischen Hochwasserschutzanlage im Bereich des Großmühlenareals abgeschlossen war“, so Hochbauamtsleiterin Ute Hoppe. Das denkmalgeschützte Ensemble kann nun wieder komplettiert werden. „Die Wandlung vom Mühlengebäude hin zum Vereinsgebäude ist eine spannende und schöne Herausforderung zugleich. Wir haben einen Kompromiss gefunden, Denkmalschutz und zweckmäßige Vereinshausnutzung unter einem Hut zu bekommen. Die Vereinigung von Fördermittelprogrammen aus Wiederaufbaumitteln nach dem Hochwasser 2013 und aus dem städtebaulichen Denkmalschutzprogramm war die einmalige Chance, das Millionenprojekt zu finanzieren“. Bis Mitte 2019 soll das geschichtsträchtige Gebäude, welches bereits schon 1170 von den Döbener Burggrafen angelegt wurde, im neuen Glanz erstrahlen. „Wir freuen uns, dass wir mit den neuen Räumlichkeiten die Tradition des Seesports an der Mulde weiter fördern können, zumal nun auch die letzte Ruine am flussseitigen Eingangstor zur Altstadt verschwindet“, so Oberbürgermeister Matthias Berger. Mittel aus dem städtebaulichen Denkmalschutzprogramm, Fluthilfemittel und Zuschüsse aus dem Stadtsäckel (110.000 Euro) untersetzen das 3,2 Millionen Euro schwere Vorhaben finanziell. Im kommenden Jahr zieht der Seesportverein “Albin Köbis“ Grimma e.V. in die ehemalige Mühle, die sich hinter der Hochwasserschutzanlage befindet. Das Seesport-Vereinshaus neben der Hängebrücke am Fuß des Stadtwaldes wurde zwei Mal durch das Hochwasser stark beschädigt. Nach dem Umzug erfolgt der Abriss. In der Roggenmühle finden die Sportler beste Bedingungen vor. Im Erdgeschoss haben zukünftig die Boote ihren Platz. Büro, Versammlungs- und Schulungsraum befinden sich nach der Einweihung im Obergeschoss.

 

Foto: Sebastian Bachran/Stadt Grimma

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