Neues Entwicklungskonzept für den Wachstumsraum Leipzig/Halle

Symbolfoto, Quelle: pixabay
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Unter Federführung des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) wird in den kommenden fünf Jahren aufbauend auf einem tragfähigen Datenpool ein integriertes Wohnflächenkonzept für das Umland der Städte Leipzig und Halle (Saale) erarbeitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert das Verbundvorhaben “Interko2” im Rahmen der Fördermaßnahme “Stadt-Land-Plus” mit 1,3 Millionen Euro.

Das an die wachsenden Großstädte Leipzig, Halle und Jena angrenzende Umland ist regional differenziert durch Zuwanderung und starke Bevölkerungsrückgänge geprägt. Das Nebeneinander von demografisch schrumpfenden, stagnierenden und wachsenden Kommunen ist auch in anderen Regionen zu beobachten. Das Projekt “Interko2 – Integriertes Wohnflächenkonzept in großstädtischen Wachstumsräumen” verfolgt das Ziel, in einem kooperativen Beteiligungs- und Kommunikationsprozess die Interessen der Umlandgemeinden mit den Entwicklungserfordernissen wachsender Großstädte in Einklang zu bringen. Unter der Regie des Leibniz-Instituts für Länderkunde wird zunächst in der Region Leipzig-Halle ein leistungsfähiges Monitoring-System aufgebaut. Daten zu Entwicklungstrends auf Ortsteilebene, etwa zu Zu- und Wegzügen, sollen als Planungsgrundlage zukünftig regelmäßig erfasst werden und visualisiert den Landkreisen und Kommunen zur Verfügung stehen. Aussagekräftige Indikatoren werden dabei helfen, kleinräumige Entwicklungserfordernisse aufzuzeigen. Weiter gilt es, Instrumente der formellen Planung wie das Zentrale-Orte-Konzept im Hinblick auf ihr Potential zur Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung im Stadt-Umlandbereich zu untersuchen und auf ihre Anwendbarkeit zu prüfen. Ziel des Projekts ist die Erarbeitung wesentlicher Grundlagen für ein tragfähiges Wohnflächenkonzept des großstädtischen Wachstumsraums Leipzig-Halle. Damit eng verzahnt ist die Diskussion integrierter Mobilitätslösungen als wichtige Grundlage einer nachhaltigen Regionalentwicklung. In einem zweiten Schritt sollen die Ergebnisse auf die Region Jena und den Saale-Holzland-Kreis übertragen werden.

Das IfL realisiert das Verbundvorhaben gemeinsam mit dem Landkreis Leipzig, der Stadt Leipzig, sowie dem Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Als assoziierte Partner beteiligen sich die Stadt Halle (Saale), der Landkreis Nordsachsen und der Saalekreis sowie die Metropolregion Mitteldeutschland, der Mitteldeutsche Verkehrsverbund, der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen und der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften.

Das Vorhaben wird in enger Abstimmung mit dem ebenfalls vom BMBF geförderten Vorhaben “StadtLandNavi” erarbeitet. Der Fokus des Vorhabens “StadtLandNavi” liegt vor allem auf der Analyse der Entwicklung der Kulturlandschaft in der Region Leipzig und auf der Erarbeitung von Instrumenten zur Bewertung des Flächenpotentials als weiterem Baustein für das Wohnflächenkonzept.

Ziel ist es, das zu erarbeitende Tool, bestehend aus Monitoring-System, Kooperationsraumansatz und integriertes Wohnflächenkonzept, auf andere Regionen zu übertragen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen von “Stadt-Land-Plus”. Die Fördermaßnahme ergänzt die Leitinitiative “Zukunftsstadt” um die Perspektive der Stadt-Land-Beziehungen und unterstützt kommunale Akteure, die im Verbund mit der Wissenschaft nachhaltige Strategien für die Wohnflächenentwicklung erarbeiten. Der Fokus liegt auf einem verantwortungsvollen Umgang mit Land- und Flächenressourcen.

Weitere Informationen:

Dr. Annedore Bergfeld

Leibniz-Institut für Länderkunde

Tel.: 0341 600 55-140

A_Bergfeld@ifl-leipzig.de

PM Landkreis Leipzig

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