Tag der offenen Tür und 25 Jahre biologische Kläranlage Altenhain

Foto: Volker Killisch
Foto: Volker Killisch

Die allerkleinsten Altenhainer sind Mikroben, wenn diese mitgezählt werden würden hätte Altenhain mehrere Millionen Einwohner. Werden sie aber nicht, obwohl deren Tätigkeit äußerst wichtig für das gesamte Dorf ist und sie auch sehr fleißig sein müssen. Denn sie arbeiten, fast unbemerkt in den Becken der zentralen biologischen Kläranlage, etwas außerhalb, am östlichen Ende des Dorfes, die Hinterlassenschaften der menschlichen Bewohner Altenhains auf. Diese waren dann auch vom Altenhainer Heimatverein am Sonntag, dem 23. September 2018, zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Anlass war die sich zum 25. Male jährende Inbetriebnahme des Klärwerkes, wie auch der Errichtung des Abwasserleitungsnetzes. Und hier erhielten die Besucher bei einem geführten Rundgang durch zwei Fachleute, der das Objekt betreuenden OEWA Melanie Büchner und Thomas Bittner, die Möglichkeit die Mikroben bei ihrer Arbeit zu beobachten und viel Wissenswertes über die Abläufe zu erfahren. Allgemeines Erstaunen rief hervor, dass die entstehenden Feststoffe nicht etwa auf die Felder verbracht werden. Denen wird in Grimma, in einem weiteren Prozess das Wasser entzogen und danach werden sie, mit einem höheren Brennwert als Braunkohle, im Kraftwerk Lippendorf verbrannt.

Über den Bau der Kläranlage und des Abwasserleitungsnetzes berichtete, unterlegt mit vielen Fotos, Volker Killisch im 51. Altenhainer Vortrag, welcher aufgrund des großen Interesses an diesem Tag gleich zweimal gehalten wurde. Hier erfuhren die Zuhörer, dass angesichts des dreckigen Dorfbaches, der Eller, und einer Auflage des Umweltamtes folgend die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Günter Kramer im Jahr 1991 ein Abwasserkonzept, in einem Gesamtkostenumfang von 10 Millionen Mark, erstellte. Noch im gleichen Jahr begann der Bau der Abwasserhaupt- und Nebensammler sowie 1993 der Kläranlage. Bis 1998 wurden schrittweise immer mehr Anschlüsse errichtet. 1998 erfolgte der Verkauf der Anlagen an den Versorgungsverband Grimma-Geithain, aufgrund der bevorstehenden Eingemeindung Altenhains nach Trebsen, mit dem Jahr 1999. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 87% der Haushalte angeschlossen. Danach ging es in nur noch kleinen Schritten weiter, bis im Jahr 2012 mit dem Anschluss der Ammelshainer Straße endlich 95% aller Haushalte angeschlossen waren.

Seine Feuertaufe bestand das neue große Zelt des Heimatvereins. Zum einen fanden die Gäste hier Schutz, da sich das Wetter als unbeständig erwies und es immer mal etwas nieselte. Zum zweiten bot es für den Vortrag eine Ausreichende Kulisse. Auch für Gegrilltes und Getränke hatte der Heimatverein gesorgt und das Angebot wurde gerne angenommen. Unser herzlicher Dank gilt den Mitarbeitern der OEWA sowie den vielen Vereinsmitgliedern, welche für das Gelingen der Veranstaltung beitrugen.

Foto und Text: Volker Killisch, September 2018, im Auftrag des Altenhainer Heimatvereins e.V.

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