Zukunft der Kindertagesstätten

Symbolbild - pixabay
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Auf Ihrer Tour durch den Wahlkreis besuchte SPD-Landtagskandidatin und Bildungsexpertin Birgit Kilian die Arbeiterwohlfahrt Mulde-Collm e.V. zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer Daniel Schippan. Hauptthema war der zunehmende Fachkräftemangel in den Kindertagesstätten im ländlichen Raum.

„Die hohe Nachfrage nach Kita-Plätzen führt dazu, dass Kommunen und freie Wohlfahrtsverbände künftig immer mehr Personal benötigen. Der Markt ist jedoch leer, und wir müssen Wege finden, die Angebote auch zukünftig aufrechterhalten zu können, ohne dass dabei Abstriche beim Niveau der Betreuungs- und Bildungsangebote gemacht werden müssten“, stellt Birgit Kilian fest. Tatsächlich sei es in Berlin bereits soweit gekommen, dass einzelne Kita-Träger aufgrund mangelnden Personals ihre Angebote einschränken oder einstellen mussten.

„Die in Sachsen gültige Fachkräfteverordnung sorgt dafür, dass für pädagogische Fachkräfte sehr hohe Standards gelten“, führt Birgit Kilian aus. „Das ist gut für unsere Kinder, führt aber dazu, dass es umso schwieriger ist, die erforderlichen Stellen in den Kitas zu besetzen, zumal die Rentenwelle im Kita-Bereich erst noch ins Rollen kommt. Deswegen brauchen wir kurzfristig wirksame und pragmatische Lösungen, die uns helfen, den Fachkräftemangel zügig zu beheben.“

Eine schnelle Maßnahme, erläutert Kilian, wäre eine behutsame Lockerung der Fachkräfteverordnung. So könnte auch über- oder unterqualifizierten Menschen ermöglicht werden, sich als pädagogische Fachkraft zu bewerben. Allerdings müsse die Entscheidung für solche Bewerber nach Einzelfallprüfung beim Kita-Träger liegen, und es müsste auch unbedingt für eine berufsbegleitende Qualifizierung gesorgt sein.

„In Zukunft werden Quereinsteigerprogramme und teaminterne Bildungstage in den Kitas von größerer Bedeutung sein. Mir ist es gleichermaßen wichtig, dass die modernen Qualitätsstandards für frühkindliche Bildung eingehalten werden und gleichzeitig allen Eltern die Möglichkeit offensteht, ihre Kinder in guten Kindertagesstätten betreuen und bilden zu lassen. Ich stehe dafür ein, dass das hohe Niveau unserer Kitas auch künftig gesichert ist.“, schließt Birgit Kilian.

PM – Birgit Kilian (SPD Sachsen)

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1 Kommentar

  1. Kindertagesstätten sind nicht einfach nur Betreuungseinrichtungen für Kinder, deren Eltern nicht die Zeit haben, sich um ihre Kinder zu kümmern, und dort wird auch nicht nur ein bisschen gebastelt und gesungen. Vielmehr findet dort intensives Lernen statt. Hier lernen Kinder soziale Beziehungen und Interaktion, hier wird Motorik, Kognition, Sprache und vieles mehr gefördert. Hier wird, und das kann man nicht oft genug sagen, der Grundstein für Bildungskarrieren und gesellschaftliches Miteinander gelegt. Deswegen sollte es selbstverständlich sein, dass dort für eine gute Betreuung gesorgt durch genügend hochqualifizierte Fachkräfte wird. Damit das auch künftig gewährleistet bleibt, muss die Politik aktiv werden, damit sämtliche Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. Dazu gehört nicht nur, dass Kindertagesstätten ausreichend finanziert werden, sondern auch, dass mittels qualifizierter Ausbildung, guten Arbeitsbedingungen und adäquater Bezahlung ein modernes Berufsbild geschaffen wird, das junge engagierte Menschen motiviert, diesen Beruf zu ergreifen. Was Birgit Kilian aktuell fordert, geht in die richtige Richtung, die kommenden Herausforderungen zu meistern, und eröffnet auch eine Perspektive, das schon recht hohe Niveau der Kindertagesstätten langfristig noch weiter zu steigern. Pragmatisch und gleichzeitg mit Blick auf die Zukunft – so wünsche mir moderne Politik.

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