Patienteninformationsveranstaltung „Darmkrebs“ am 20. März

Grimma. Darmkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Jedes Jahr erkranken etwa 64.000 Menschen an Darmkrebs und 26.000 Menschen sterben daran. Männer sind häufiger betroffen und erkranken auch früher als Frauen. Felix Burda, Sohn des Verlegers Hubert Burda und seiner Frau Dr. Christa Maar starb als einziger Sohn im Alter von nur 33 Jahren am 25.02.2001 an Darmkrebs. Aufgrund immer wieder auftretender Bauchschmerzen erfolgte 1999 eine Darmspiegelung mit der Diagnose von Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium mit Lebermetastasierung. Nüchterne Erkenntnis: Felix Burda war todkrank. Bei bekannter Vorgeschichte mit Angehörigen in der Familie, die bereits an Darmkrebs erkrankt waren, hätte eine Früherkennung durch eine Darmspiegelung mehrere Jahre früher sein Leben retten können. Man hätte Krebsvorstufen gefunden, die im Rahmen einer Darmspiegelung abgetragen worden wären oder hätte Teile des Dickdarmes durch eine Operation rechtzeitig entfernen können. Felix würde heute noch leben. Sein letzter Wille war es, eine Stiftung mit seinem Namen zu gründen, um die Darmkrebsvorsorge zu unterstützen. Im selben Jahr wurde die Felix-Burda Stiftung von seiner Mutter gegründet, die sich seitdem für die Früherkennung von Darmkrebs engagiert. Der Monat März wurde zum Darmkrebsmonat ernannt. Durch Aufklärung, Vorsorge, Darmkrebsfrüherkennung und Unterstützung aller Beteiligten im Gesundheitssystem gelang es in den letzten 17 Jahren die Sterblichkeit an Darmkrebs zu reduzieren. Unter anderem wurde durch die Felix-Burda-Stiftung erreicht, dass die Darmkrebsvorsorge durch Darmspiegelung von den gesetzlichen Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr übernommen wird. Als nächstes Projekt, sollen Menschen im Alter von 25-55 Jahren mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko frühzeitig identifiziert werden und auch diese Kosten in die Regelversorgung übernommen werden. Am 20. März 2019 findet anlässlich des Darmkrebsmonats März eine Patienteninformationsveranstaltung im Foyer des Krankenhauses in Grimma von 16.00 bis 17.30 Uhr statt. Die Veranstaltung wird als offene Präsentation in Form des neu entwickelten Konzeptes eines Patientencafés stattfinden. Herr Prof. Dr. Robert Brauer, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung, Frau Oberärztin Dr. Astrid Tiedemann und Oberärztin Frau Dr. Ines Witschel, Abteilung für Gastroenterologie und Dr. Jörg Fritzsch, niedergelassener Gastroenterologe in Grimma, werden die Vorträge halten. Anschließend werden Sie Gelegenheit haben, Ihre individuellen Fragen den Dozenten bei Kaffee und Kuchen in Kleingruppen zu stellen. Die Teilnahme ist kostenlos. Telefon Info: 03437/ 993-8877.

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Kontakt: www.kh-muldental.de

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