Höhlenkunst – Ausstellung Kunst aus Heimaterde in der Schaddelmühle

Am 16. März eröffnete Frank Brinkmann in der Schaddelmühle eine Ausstellung in der ausgewählte Arbeiten aus dem Workshop  – Kunst aus Heimaterde 5 – der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Werkstücke der Künstler weisen eine große Bandbreite auf. Insgesamt nahmen 5 Künstler an dem Workshop teil. Ronny Szillo aus Leipzig, Mediendesigner, zeigt Objekte und Gefäßadaptionen in irritierender Verfremdung. Sie tragen Tittel wie „ sailing the seven seas“ und „ genuine generation“ Ulrike Uschmann aus Halle ist Keramikerin,  sie schuf drei Großgefäße in Engobenmalerei mit dem Tittel „ Die Stille der Mangobäume „ sind ein augenfälliger Beweis ihrer Fähigkeiten. Roswitha Maul aus Dresden ist Keramikerin und Plastikerin. Sie präsentiert  Objekte und Wandreliefs als  experimentelle Objekte. Mario Schott, Metallkünstler und Mitarbeiter der Hochschule für Formgestaltung aus  Halle Burg Gibichenstein ist mit seiner Plastik „schwarzer Schneemann“ so wie dem Doppelstück „Müllsackplastik und Groß-Grafik Einkaufskorb“ zu sehen.  Markus Heller aus Leipzig ist  Malereiabsolvent der Hochschule Stuttgart. Seine  Installationen zu dem Erinnerungen an Jugendzimmer in Reihenhäusern und religiöser Gemeindekultur sind extrem vielfältig und verlangen unter Titeln wie „Hand-Axt-Kette“ dem Betrachter einiges ab.  Frank Brinkmann ist  Keramiker aus Colditz. Sein Lichtobjekt „JoJo“ aus der Reihe das Spielzeug der Götter und „REM“  und eine Plastik zur „Erinnerung an unsere Träume“ sind großformatig und intensiv. Die Workshopdozenten  Moritz Liebig aus Dresden und Heinke Binder aus Ochsensaal sind mit Einzellstücken vertreten. So ein  Wandobjekt mit Siebdruck einer Vase von Liebig und kleines Bühnenbild auch „Traumlandschaft“ von Binder.

Eingang zur Höhle - Foto: Detlef Rohde
Eingang zur Höhle – Foto: Detlef Rohde

Die Workshopteilnehmer gestalteten die Ausstellungsräume im Künstlerhaus Schaddelmühle gemeinsam. Neben diesen Ausstellungsort wurden auch die Höhlen im Schwemteichbruch bei Großbothen genutzt. Insgesamt waren 15 temporäre Installationen, szenische Installationen und Einzelobjekte in den Gängen der Höhlen aufgebaut. Zahlreiche Besucher wechselten nach der Eröffnung im Künstlerhaus rüber in den Steinbruch, der nicht einfach zu erreichen war. Der zweite Ausstellungsort erweiterte das Präsentations-Konzept auf spektakuläre Art. Bei der Betrachtung der Arbeiten in der Höhle fielen  bei Frank Brinkmann und Szillo  Objektbezüge zwischen den Arbeiten in der Schaddelaustellung und den Arbeiten im Höhlenraum auf.

Für die  musikalische Umrahmung luden die Künstler das Trio Tretja Monika mit  Volksgesängen ein, die alte Lieder  neu interpretiert und wirkungsvoll intoniert haben. Dabei erinnerte die Darbietung der Sängerinnen besonders in der Höhle an korsische Gesänge.

Die Höhlen wurden 1944 in den Fels getrieben, um Wissenschaftliche Versuchsanlagen aus Leipzig dort zu stationieren. Physiker wie Heisenberg und Schumann waren an den Vorhaben wohl beteiligt, das unter dem Decknamen „ARAL“ ablief . Der Heimatverein Großboten plant in nächster Zukunft einen Vortrag zu eben diesem Thema. Die Ausstellung im KH ist noch bis 12.04.19 für Besucher geöffnet. Werktags 08:00 – 16:15 Uhr und Samstags nach Vereinbarung.

Detlef Rohde

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