Freizeitbäder und Thermen müssen wieder ans Netz und brauchen Unterstützung – Muldental TV

Freizeitbäder und Thermen müssen wieder ans Netz und brauchen Unterstützung

Der LTV SACHSEN und der Sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) begrüßen die schrittweise Öffnung der Gaststätten und Hotels ausdrücklich. Mit der ab heute geltenden neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ist der erste Schritt getan, um die extreme wirtschaftliche Ausnahmesituation der Sächsischen Tourismuswirtschaft zu verbessern.

Allerdings bedeutet dies für einen großen Teil der sächsischen Tourismusorte noch keine Entwarnung. Die Regelung, wonach Freizeitbäder, Thermen, Sauna- und Wellness-Anlagen weiter geschlossen bleiben müssen, schränkt den potentiellen Gästezustrom nach wie vor stark ein. Viele Hotels und andere Übernachtungseinrichtungen stehen mit ihren Angeboten in unmittelbarem Zusammenhang mit den Freizeitbädern und Thermen. Aus diesem Grunde werden die bisherigen Öffnungsmaßnahmen nicht die notwendige und gewünschte Wirkung für die Tourismuswirtschaft in Sachsen entfalten.

Der SSG und der LTV SACHSEN setzen sich für die zeitnahe Öffnung aller sächsischen Freizeitbäder und Thermen sowohl in öffentlicher als auch in privater Trägerschaft ein.

Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des SSG, sagte dazu: „Die Tourismusorte und die Betreiber der Freizeitbäder und Thermen brauchen eine klare Perspektive und einen Zeitplan, wann diese Einrichtungen wieder geöffnet werden können. Diese Perspektive muss sehr kurzfristig eröffnet werden. Von der Staatsregierung erwarten wir, dass frühzeitig die Hygieneregeln kommuniziert werden, die für Badeanstalten in geschlossenen Räumen, Saunen und Dampfbäder gelten werden. Ohne schnelles und entschlossenes Handeln sind viele Freizeitbäder und Thermen von der Insolvenz und Schließung bedroht.“

LTV Direktor Manfred Böhme erklärte: „Der Tourismus in Sachsen ist mit 8,1 Milliarden Euro Umsatz nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, er ist Standortfaktor und Aushängeschild für Sachsen. Bäder und Thermen sind wichtige Teile der touristischen Infrastruktur vor Ort. Zu einem tollen Reiseerlebnis gehören neben dem Gastgewerbe ein vielfältiges Angebot an Attraktionen, wie zum Bespiel Thermen, Bäder oder Wellnessanlagen. Die aktuellen Einschränkungen gefährden die Existenz einer Vielzahl dieser Betriebe, deshalb brauchen wir eine Öffnung noch im Mai und dringende Hilfen zur Liquiditätssicherung. Wir schlagen vor, das Soforthilfe-Programm »Sachsen hilft sofort« für diesen Kreis von Betroffenen zugänglich zu machen.“

Die kommunalen Bäder, ganz gleich ob als Regiebetrieb oder als kommunale Eigengesellschaft geführt, erhalten keinerlei finanzielle Unterstützung. Sowohl die Kreditprogramme zur Liquiditätssicherung als auch der kommunale Rettungsschirm sehen insbesondere für die kreisangehörigen Gemeinden keinen finanziellen Ausgleich vor. Damit werden die Kommunen zusätzlich belastet und es besteht für die kommunalen Gesellschaften akute Insolvenzgefahr. Deshalb ist es zwingend erforderlich, parallel zur Öffnung der Bäder auch Schutzmaßnahmen zur finanziellen Absicherung des Weiterbetriebs der Freizeitbäder und Thermen zu entwickeln.

Ohne die Öffnung der Bäder, beispielweise in Eibenstock, Bad Schlema, Geyer, Bad Schandau und in vielen anderen Orten, wird es für die sächsischen Tourismusorte nicht den gewünschten Neustart geben. Die mit staatlichen Fördermaßnahmen gebaute Basisinfrastruktur dient als Motor der Tourismusentwicklung und als wichtiger Faktor für Lebensqualität in den jeweiligen Orten. Deshalb wird von der Sächsischen Staatsregierung schnelles Handeln gefordert, um die Freizeitbäder und Thermen des Freistaates Sachsen wieder ans Netz zu führen, so der SSG und der LTV SACHSEN übereinstimmend.

PM – LTV SACHSEN

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2 Gedanken zu „Freizeitbäder und Thermen müssen wieder ans Netz und brauchen Unterstützung

  1. Wenn sogar die Fitness-Studios in geschlossenen Räumen wieder öffnen dürfen, besteht meiner Meinung nach wirklich kein Grund mehr, die Hallenbäder geschlossen zu halten. Zur Gefahr von Corona im Wasser fand ich diesen Link: https://oe3.orf.at/m/stories/3001593/ (Fragen mit Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien). Wie verhält sich das Coronavirus im Wasser?
    „Die Überlebensfähigkeit des Coronavirus in der Umwelt ist sehr gering. Das gilt auch für die Beständigkeit des Virus im Wasser. Es wird sehr rasch inaktiviert. Es gibt derzeit weder Hinweise noch Belege, dass man sich über Wasser, also auch etwa über Trinkwasser, direkt anstecken kann.
    Frage: Macht Chlorwasser das Coronavirus unschädlich?
    Antwort: Definitiv. Chlor hat generell eine sehr hohe „keimtötende“ Wirkung. Es ist ein sehr wirksames Desinfektionsmittel und macht auch Coronaviren den Garaus…“

    ich möchte dass nun auch die Sportschwimmer und Rettungsschwimmer zu ihrem Recht kommen und wieder in der Schwimmhalle richtig trainieren dürfen!

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