Muldentalkliniken begeben sich in sicheres Fahrwasser – Muldental TV

Muldentalkliniken begeben sich in sicheres Fahrwasser

Erste strategische Maßnahmen greifen – Das Geschäftsjahr 2019 konnte mit einem deutlich geringen Fehlbetrag gegenüber dem Vorjahr erfolgreich abgeschlossen werden. Perspektivisch werden sich die Muldentalkliniken mit dem weiteren Ausbau der Digitalisierung im Krankenhausbereich sowie geplanten Neustrukturierungen medizinisch wie wirtschaftlich weiter etablieren.

In der vergangenen Woche wurde dem Aufsichtsrat das Jahresergebnis 2019 vorgestellt. Die Gesellschaft schließt einschließlich ihrer Tochtergesellschaften das Geschäftsjahr 2019 mit einem Minus von rund 360.000 Euro ab. In 2018 belief sich das Jahresergebnis noch auf ein Minus von 3,7 Millionen Euro. „Es ist eine beachtliche Leistung, die hier klar hervorzuheben ist. Ich bin von dem rasanten Tempo und der außerordentlich guten Qualität der Umstellungen positiv beeindruckt“, betont Landrat Henry Graichen (CDU). Die Maßnahmen, die in enger Abstimmung mit dem Landrat, dem Aufsichtsrat, der Klinikleitung sowie dem Personalrat im vergangenen Jahr eingeleitet wurden, haben erste Früchte getragen. Im vergangenen Jahr wurden viele interne Prozesse geprüft, Synergien und Kostenpotentiale identifiziert und konsequent genutzt. „Die ergriffenen Maßnahmen haben sich bewährt und die Muldentalkliniken sowie ihre Tochtergesellschaften in ein deutlich sicheres Fahrwasser gebracht. Auch für die kommenden Jahre gilt es, unsere Prozesse weiter zu beobachten und noch effizienter zu gestalten“, ergänzt Mike Schuffenhauer

Muldentalkliniken im digitalen Zeitalter

Die Muldentalkliniken hatten es sich in 2019 insbesondere zur Aufgabe gemacht, die digitalisierte Patientenakte einzuführen. Für die Umsetzung wurden Fördermittel vom Freistaat Sachsen zur Verbesserung der Digitalisierung im Krankenhausbereich zur Verfügung gestellt. Mike Schuffenhauer: „Ich bin sehr stolz, dass wir dieses Projekt so schnell und zielorientiert umsetzen konnten und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle gemeinsam an einem Strang gezogen haben. Ein absoluter Vorteil der digitalisierten Patientenakte ist die Zeitersparnis und das einfache Handling. Der Weg ins Archiv und die aufwendige Suche der einzelnen Krankheitsverläufe und Diagnosen entfällt. Ärztinnen und Ärzte können Patientenakten nun digital anfordern und 24/7 einsehen.“ Perspektivisch ist der weitere konsequente Ausbau der Digitalisierung geplant. Neben der Patientenakte sollen künftig auch der Arztbrief sowie Behandlungsverträge digitalisiert werden. Auch im Warenwirtschaftssystem des Einkaufs sowie der Apotheke soll die Digitalisierung Einzug halten.

Neustrukturierung der Unternehmensgruppe

Zu der gemeinnützigen Gesellschaft der Muldentalkliniken gehören die Krankenhäuser in Grimma und Wurzen, die Medizinischen Versorgungszentren in Colditz, Wurzen und Grimma, eine Altenheimgesellschaft mit Häusern in Wurzen und Brandis, ein ambulanter Pflegedienst sowie eine Servicegesellschaft. Im Aufsichtsrat wurde beschlossen, dass die Altenheimgesellschaft Muldental gGmbH und die Medizinischen Versorgungszentren, als Geschäftsbereich zur Altenheimgesellschaft Muldental gGmbH gehörend, ab 1. August unter dem neuen Namen Soziale Dienste Muldental gGmbH agieren werden. „Die Umbenennung verfolgt zum einen eine einheitliche Kommunikation nach außen und zum anderen eine bessere Abbildung der verschiedenen Geschäftsbereiche des Unternehmens. Niemand vermutete in einer Altenheimgesellschaft die Wahrnehmung vertragsärztlicher Versorgung durch unsere drei MVZ“ so Herr Schuffenhauer zur Umbenennung. Daneben soll der gesamte Auftritt der Soziale Dienste Muldental gGmbH gemäß des aktuellen Corporate Design der Muldentalkliniken gestaltet werden, um die Zugehörigkeit zur Unternehmensgruppe der Muldentalkliniken deutlicher hervorzuheben. Zur weiteren medizinischwirtschaftlich Stärkung der Muldentalkliniken werden die beiden Abteilungen der Chirurgie in Grimma und in Wurzen eine fachliche Neuausrichtung erfahren, sodass am Standort Grimma eine standortübergreifende Klinik für Visceralchirurgie entsteht. Ziel soll es sein, die minimalinvasiven chirurgischen Verfahren stringenter auszubauen. „Die Verfahren der minimalinvasiven Eingriffe, umgangssprachlich auch Knopflochoperationen genannt, bieten für die Patienten sehr viele Vorteile. Wir sind gegenüber unseren Patienten verpflichtet, uns dieser Entwicklung konsequenter zu stellen“, führt Schuffenhauer aus. Am Standort Wurzen soll sich hingegen eine standortübergreifende Klinik für Orthopädie und Traumatologie etablieren. „Hier sind wir aber noch in Diskussion mit unseren Mitarbeitern.“

Quartalsbericht 2020 positiv

Aufgrund der geplanten strategischen Maßnahmen erwarten die Kliniken und die Tochtergesellschaften für die kommenden Jahre wieder positive Ergebnisse. „Wir befinden uns schon jetzt auf einem sehr guten Weg. Der erste Quartalsbericht 2020 war überaus erfreulich. Wie das Geschäftsjahr 2020 letztlich abschließen wird, kann aufgrund der derzeitigen Situation rund um die durch den SARS-COV-2-Virus verursachte COVID-19-Pandemie nur schwer prognostiziert werden. Unser Hauptziel ist es jedoch, unseren Versorgungsauftrag für die Menschen in der Region auch in dieser schwierigen Zeit aufrechtzuerhalten. Mein Dank und Respekt hierfür gilt unseren engagierten Mitarbeitern“, so Schuffenhauer.
Angesichts der Diskussionen zu Strukturanpassungen in der sächsischen Krankenhauslandschaft verweist Landrat Graichen auf die Erfahrungen der letzten Monate: „Der Bestand von Krankenhäusern darf nicht nur vom Gewinn oder der Kostendeckung abhängig gemacht werden. Eine leistungsstarke und ortsnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung ist elementar.“ Die dafür benötigten Pflegekräfte sind derzeit jedoch Mangelware. Hier bietet der Landkreis seine Hilfe an: „Wir planen am Berufsschulzentrum Wurzen den Ausbildungsgang Pflegehelfer neu einzurichten“, informiert Graichen, der mit diesem Angebot die Arbeit der kreiseigenen Gesellschaften aber auch anderer Pflegedienstleister unterstützen will.

PM – LKL

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