7. Bürgersprechstunde mit dem Brandiser Bürgermeister Arno Jesse (28.07.20) – Muldental TV

7. Bürgersprechstunde mit dem Brandiser Bürgermeister Arno Jesse (28.07.20)

Brandis. Die Neuen Medien sind aus der täglichen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und um diese noch mehr einzubeziehen und auf einfachem Wege zu erreichen, stellte sich der Brandiser Bürgermeister Arno Jesse in der Online-Bürgersprechstunde den Fragen der Zuschauer.

900 Jahrfeier: Das Konzept steht, Brandis feiert in drei Akten. Wie finden Sie das Konzept?

Hauptstraße: Die Stadt hätte ein Vorkaufsrecht für das Grundstück im Ortskern in der Hauptstraße 18 erwerben können. Eine öffentliche Toilette, Parkmöglichkeiten, Gastronomie waren nur einige der Ideen. Für die Belebung der Innenstadt eine wichtige Entscheidung. Warum hat sich die Stadt das entgehen lassen?

Partheland – Bibliothek: Wird es einen täglichen Medientransport zwischen den Bibliotheken geben? In Zeiten von Amazon & Co. ist es wichtig, dass man nicht zwei Wochen auf ein bestelltes Medium warten muss. Eine gemeinsame Vermarktung der Region ist total sinnvoll und wichtig, um Stärken der Gegend zu zeigen. Wird es auch eine Plattform für Ferienhäuser der Region geben?

Mit-Mach-Fonds: Die Teilnahme am aufgelegten Bürgerfonds stellt sich mit aktuell 2 Projekten als recht spärlich heraus. Sind die Zugangskriterien zu bürokratisch oder worin liegt die schwache Resonanz begründet? An Ideen mangelt es der Bürgerschaft nicht vergleicht man die Einlassungen aus 2018 zum Doppelhaushalt. Die Verwaltung sollte diese Ideen aufgreifen und hinsichtlich Umsetzbarkeit (finanziell und organisatorisch) bewerten. Gute Vorschläge kamen zum Beispiel zum Waldbad oder einem Waldspielplatz in Waldsteinberg (hohe Attraktivität durch Eisdiele, Westbruch, Kohlenbergteich…)

Jugendarbeit: In Ihrer Amtszeit wurde die freie Stelle für einen Seniorenbeauftragten als eine wichtige und notwendige Position geschaffen. Für die Zukunft einer Stadt gilt es aber vor allem die Jugend einzubinden. Einen Jugendbeauftragten gibt es nicht auch wenn die Eröffnung des Jugendbüros 2019 in der Hauptstraße zu nennen ist. Es fehlt aber die gelebte Integration der Jugend in die Stadt – und Stadtratspolitik, die Identitätsverbindung zur Geschichte der Stadt mit europäischen Jugendprojekten auf Brandiser Spuren, die Förderung und Umsetzung jugendlicher Ideen, die Schaffung eines öffentliches Raumes mit wechselnden Leitthemen für die Jugend. Ideen aus der Jugend gibt es sicher noch viel mehr. Eine Stadt der Zukunft muss auf die Jugend hören, deren Ideen umsetzen und eine emotionale Bindung aufbauen, was über Jahre zeitversetzt zurückkommen wird. Was wollen Sie im Fall Ihrer 2. Amtszeit tun, damit Brandis noch jugendfreundlicher wird?

Oberschule: Die Schülerzahlen steigen, die angedachten Kapazitäten des Gebäudes sind überschritten. Wann wird die Oberschule erweitert bzw. erhält ein weiteres Stockwerk?

Bahnübergang Waldsteinberg: Die Geduldsprobe hat nun endlich ein Ende. Die Wiederaufnahme des Betriebes wird nun geprüft. Was für eine Bedeutung hat diese für Brandis und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dort bald wieder Züge fahren?

Waldsteinberg: Negativ fällt das „Wildparken“ im Bereich Ortseingang Waldsteinberg (aus Richtung Naunhof) auf. Damit einhergehend das Zerfahren von Grünstreifen und Müllentsorgung. Auf gegenüberliegend Seite der A 14 stehen großflächig asphaltierende Flächen zur Verfügung, leider auf Naunhofer Flur. Ließe sich hier nicht im Benehmen mit der Gemeinde Naunhof ein Park& Ride Parkplatz realisieren? Wie bewertet Sie die Situation? 

Standortattraktivität: „Wir sind eine Familie mit zwei kleinen Kindern, die nach Brandis ziehen will. Derzeit wohnen wir in Baden-Württemberg, Sachsen ist unsere Heimat. Wir haben Brandis auch deshalb ausgewählt, weil wir das Gefühl haben, dass sich die Stadt in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt hat. Was uns aber nach wie vor auffällt sind die großen Unterschiede in Sachen familienfreundlicher Innenstadt (insbesondere zu Gemeinden in Bayern und Baden-Württemberg). Spielplätze gibt es nicht in unmittelbarer Innenstadtnähe, die Hauptstraße ist ebenfalls kein Anziehungspunkt für Kinder. Hier könnte man durch einfache Maßnahmen (z. B. Wasserspiel am Brunnen, Schaukelpferde, Lernpfade) viel erreichen. Mir geht es dabei nicht darum, aus der Innenstadt einen Kindergarten zu machen aber zur Belebung würde dies viel beitragen. Wenn ich in Protokollen des Stadtrats oder in Zeitungsartikeln über Spielplätze und Spielanlagen lese, werden immer die hohen Kosten aufgeführt und in den Fordergrund gestellt. Die positiven Effekte kommen mir hierbei zu kurz. Gibt es diesbezüglich Überlegungen, auch für eine mögliche zweite Amtsperiode?“

Zum Abschluss: Was gibt es noch aus Brandis zu berichten?

Sie haben eine Frage und möchten diese in der Live-Sprechstunde beantwortet haben? Dann schicken Sie eine Mail an buergerdialog@muldental.tv oder stellen Sie diese live in der nächsten Online-Bürgersprechstunde. Diese findet – außerhalb der Reihe – am Donnerstag 27.08. 17:00 Uhr statt.

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