Kandidatencheck Bürgermeisterwahl Brandis – Muldental TV

Kandidatencheck Bürgermeisterwahl Brandis

Am 27. September wird in Brandis ein neuer Bürgermeister gewählt. Da ein Kandidatencheck in Video-Form aufgrund der Absage eines Kandidaten aufgrund terminlicher Gründe nicht möglich war, erfolgt die Beantwortung der Fragen in schriftlicher Form.

Arno Jesse

Einzelkandidat, amtierender Bürgermeister

Arno Jesse

Ingo Börner

Einzelkandidat, AfD-Stadtrat

Warum sollten die Brandiser Sie wählen?

Wir haben gemeinsam in den letzten 7 Jahren enorm viel angepackt und geschafft, Fördermittel akquiriert wie noch nie. Kita-Neubau, Stadtbus, Straßenbau, moderne Verwaltung und Digitalisierung, Breitband und vieles mehr. In Teilen haben wir die Kultur der Stadt verändert, wir sind eine Stadt des Nach-Vorne-Schauens und des Mitmachens.

Erinnern wir uns, welches Image die Stadt Brandis noch vor sieben Jahren hatte und wie sich dieses zum Positiven geändert hat. Vieles ist angeschoben aber eben noch nicht zu Ende gebracht. Mein Gegenkandidat stellt etliches davon in Frage: die Sanierung des Ratskellers zur Bibliothek und Kulturraum – von Herrn Börner abgelehnt, der Ausbau des Schulcampus – von Herrn Börner abgelehnt, die Sanierung des Kulturhauses Beucha zum Stadt-Land-Labor – von Herrn Börner bisher nicht unterstützt, gleiches gilt für die umfänglichen Arbeiten im Bereich Smart Cities oder die interkommunale Zusammenarbeit im Partheland, und selbst die Jugend- und Sozialarbeit wird in Frage gestellt. Dies alles sind nicht nur meine Herzensangelegenheiten, sie sind so enorm wichtig für die Entwicklung unserer Stadt.

Dies darf nicht gefährdet werden, durch einen Bürgermeister, der bekanntermaßen für die AfD steht, der unerfahren ist und dem ich zumindest die Durchsetzungskraft abspreche. Bei mir kann man sicher sein, dass ich gut vernetzt bin, anpacken kann und Umsetzer bin.

 

Warum sollten die Brandiser Sie wählen?

Vor über 52 Jahren kam ich als zweitjüngstes von vier Geschwistern in Wurzen auf die Welt. Meine ersten Kinderjahre lebte ich in einer Wohnung auf dem Kirchhof in Brandis, aber dies wäre als Begründung, warum ich kandidiere, sicher zu weit hergeholt. Dennoch wurde mir eine besondere Bindung zu Brandis offensichtlich in die Wiege gelegt. Ich bin ein Brandiser, der die Geschichte der Stadt kennt. Meine Motivation ist es, die Stadt den Bürgern zurückzugeben. Mit mir werden städtebauliche Entscheidungen im Dialog mit den Einwohnern getroffen, diese dürfen nicht allein von Förderprogrammen und zum Zweck der Selbstdarstellung getroffen werden. Mit meinen Erfahrungen will ich die Politik in unserer Stadt wieder bürgernah und tatsächlich transparent gestalten. Mit mir als Bürgermeister wird es keine einzelnen teuren Prestigeprojekte geben, bevor wir nicht unsere Pflichtaufgaben erfüllt haben. Für mich stehen die Wünsche und Sorgen der Einwohner von Brandis mit seinen Ortsteilen an erster Stelle, an Zukunftsvisionen sollte deshalb erst gedacht werden, wenn dabei die Hausaufgaben nicht vergessen werden. Ich bin ein praktisch veranlagter Mensch und werde stets nach kostengünstigen Lösungen suchen und Ausgaben genau kontrollieren. Der soziale Wohnungsbau muss in den Händen der Stadt bleiben, um ein sozial verträgliches Wohnen in Brandis und deren Ortsteilen beizubehalten. Deshalb wird es mit mir keinen Ausverkauf der Brandiser Wohnstätten GmbH oder anderen städtischen Grundstücken geben.   

 

Die Belebung der Innenstadt bzw. des Ortskerns ist für alle Kommunen eine Herausforderung. Was sind hier Ihre Ansätze und Vorstellungen?

Wir müssen erkennen, dass wir im Einzelhandel einen Strukturwandel erleben, der zu Veränderungen führt, die wir kaum beeinflussen können. Deswegen nützen hier auch keine alten Rezepte. Und selbst wenn im Moment der Leerstand im Vergleich zu anderen vergleichbaren Städten noch relativ gering ist – auch in Brandis muss „Innenstadt“ neu gedacht werden. Eine Innenstadt mit Händlern wie in den Neunzigern Jahren oder gar zur Vorwendezeit wird es vorerst nicht wieder geben, hier müssen wir ehrlich sein und neue Antworten finden.

Einiges hat die Stadt in den letzten Jahren schon vorbereitet, worauf man aber aufbauen kann: eine Bauleitplanung, die verhindern soll, dass hier Wildwuchs und Spekulationen zu Lasten der Stadt entsteht, das Verhindern von Leerstand durch die Anmietung des AWO Treffs und des Jugendbüros, die Sanierung der Hauptstraße, um sie barriereärmer zu machen, die Digitalisierung der Innenstadt mit WLAN zur Steigerung der Aufenthaltsqualität, die Sanierung des Stadtparkes oder des Ratskellers, die Ansiedlung der Bibliothek in den alten Ratskeller, zur Steigerung der Frequenz, die Ansiedlung eines Drogeriemarktes, zur Stärkung des Einzelhandelsstandortes, die Einrichtung eines Stadtbusses zur besseren Erreichbarkeit.

All dies ist schon sehr viel – aber es reicht allein nicht. Hier braucht es neue Ansätze und gemeinsam mit Eigentümern und Händlern neue, kreative Wege, das Herz unserer Stadt neu zu denken. Gerade konstituiert sich ein neuer Stadtverein, der genau diese Dinge bündeln und forcieren soll. Die geplante neue Bibliothek und der neue Drogeriemarkt werden ihren Teil dazu beitragen, die Innenstadt attraktiver zu machen. Eine kluge Baupolitik tut ihr Übriges. Was aber noch fehlt, sind Ideenansätze für die touristische Aufwertung, das Nutzen der Potenziale aus Kunst und Kultur in Verbindung mit innovativen Möglichkeiten der Digitalisierung. Hier hat Brandis als Innovationskommune besondere Voraussetzungen, hier liegen die Chancen, die genutzt werden müssen.

 

Die Belebung der Innenstadt bzw. des Ortskerns ist für alle Kommunen eine Herausforderung. Was sind hier Ihre Ansätze und Vorstellungen?

Vor über 7 Jahren wurde uns eine belebte und blühende Innenstadt versprochen. Doch wenn ich durch unsere Innenstadt laufe, muss ich leider feststellen, dass nicht nur nichts davon zu sehen ist, sondern das Gesamtbild sich deutlich verschlechtert hat. Spielgeräte wurden ersatzlos entfernt, Laternen haben ihren Glanz verloren und stehen schief in der Straße, immer weniger Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle nichts versprechen, aber – Straßen sind Räume – Plätze sind Treffpunkte. Es sind Menschen, die ihnen eine Seele einhauchen und sie prägen. Rund um Menschen lassen sich andere Menschen nieder. Künstler, Handwerker, Händler. Der Handel muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, umgekehrt funktioniert es nicht. Als Ansatz sollten die öffentlichen Plätze wieder den Bürgern gehören. Ganz im Sinne: „Wenn ich in der Mitte deiner Fußgängerzone meinen Tisch aufbauen möchte, Freunde und Fremde daran Platz nehmen wollen, so erfreue dich an meiner Initiative – statt es mir zu verbieten“. Micro-Grünflächen, Freisitze, Spielmöglichkeiten für die Kinder, Vitrinen mit Büchern zur freien Entnahme, hier würde ich das Entstehen von Treffpunkten auch in den Ortsteilen unterstützen. Eine Weiterentwicklung kann aber nur in der Gemeinschaft gelingen und setzt eine frühzeitige demokratische Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern, Bürgern, Gewerbetreibenden, Stadträten und der Verwaltung voraus. Ich wünsche mir für die Zukunft eine gemeinsam entwickelte Innenstadt, angepasst an unsere Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten.

 

Durch Corona hat die Wirtschaft einen Dämpfer erhalten. Wie können Gewerbetreibende unterstützt werden bzw. wo sehen Sie im Haushalt Sparpotenzial – welche Bereiche sind dafür für Sie tabu?

Am besten unterstützen wir Gewerbetreibende durch das Bereitstellen einer exzellenten Infrastruktur. Die war schon immer gut und ist in den letzten Jahren noch weiter verbessert worden. Drei Standortfaktoren spielen da eine wesentliche Rolle, und zwar in Bezug auf die Unternehmen selbst wie eben auch (immer wichtiger) deren Mitarbeiter, um wiederum das Unternehmen als Arbeitsgeber attraktiver zu machen: Verkehrliche Anbindung insbesondere durch den ÖPNV – durch die Einführung unseres Stadtbussystems stehen wir hier hervorragend dar; Glasfaser-Anbindung – wir sind seit Neuestem komplett mit Breitband angeschlossen, und die Schullandschaft als wesentlicher Faktor für Ansiedelungen. In diesen drei Feldern darf nicht gespart werden.

Darüber hinaus können wir als kreisangehörige Stadt natürlich keine direkte Wirtschaftsförderung machen, dies ist Aufgabe von Bund und Land sowie unseres Landkreises mit seiner Wirtschaftsförderung, der Kreisentwicklung oder auch Leipzig Invest. Aber wir können unterstützen, indem zum Beispiel der Bürgermeister als direkter Ansprechpartner als Akquisiteur, Vermittler und Unterstützer agiert, oder indem wir Kommunikationsplattformen bereitstellen, wie unsere Händlerbörse zu Anfang der Corona-Krise. Nicht zuletzt ist das ganze Stadtmarketing auch eine Unterstützungsleistung für alle Gewerbetreibende.

 

Durch Corona hat die Wirtschaft einen Dämpfer erhalten. Wie können Gewerbetreibende unterstützt werden bzw. wo sehen Sie im Haushalt Sparpotenzial – welche Bereiche sind dafür für Sie tabu?

Ein Dämpfer? Viele wirtschaftl. Bereiche sind komplett im Stillstand. Auch die Hilfsprogramme sind für viele Unternehmen keine Hilfe, viele Menschen befinden sich in Kurzarbeit oder sind arbeitslos. Niemand kann momentan sagen, wie lange die schwierige Situation, die durch Corona auf der gesamten Welt entstanden ist, andauern wird. Auch wenn ein Impfstoff zur Verfügung stehen würde, werden die Auswirkungen noch lange unsere wirtschaftliche Situation bestimmen. Jeder von uns kennt die Situation aus seinem privaten Leben, das durch unvorhersehbare wirtschaftliche Situationen geplante Projekte neu gedacht werden müssen. Und an dieser Stelle kann man nicht einfach „weiter so“ sagen, sondern muss die gesamte Haushaltsplanung auf ihre dringliche Notwendigkeit überprüfen und umsetzen. So müssen auch Bund und Land herangehen, wodurch man davon ausgehen kann, dass es deutlich weniger Förderungen und eine Verschiebung in den geförderten Bereichen geben wird. Wo eine Kommune sparen kann und wo nicht, ist relativ klar gesetzlich geregelt. In erster Linie müssen die Pflichtaufgaben erfüllt werden und erst danach können die übrigen Mittel für freiwillige Kommunalaufgaben generationsgerecht verwendet werden. An dieser Stelle möchte ich z.B. unser Schulcampus erwähnen, es besteht dringender Handlungsbedarf bei den Räumlichkeiten für die Pausenversorgung. Auf der anderen Seite platzt unser Campus aus allen Nähten, obwohl die Schulen in unserer Nachbarschaft über zu wenige Schüler klagen. Ich sage nicht, dass unsere Kinder in andere Orte fahren, sondern das man nicht jedes Kind aus dem Muldental aufnehmen kann, wenn man dafür nicht die Voraussetzungen hat. Unsere Gewerbetreibenden kann ich am besten unterstützen, in dem ich ihnen die Möglichkeit gebe, sich für unsere Aufträge zu bewerben, und ich meine damit nicht die Bevorteilung einzelner Unternehmer, nur weil sie eine Nähe zum Bürgermeister haben. 

 

Welche Rolle spielen die Brandiser Ortsteile und inwieweit können und sollten diese weiter eingebunden werden?

Brandis besteht aus drei Ortsteilen mit drei selbstbewussten und gleichberechtigten Ortsteilen. Man braucht nur mal in die Ortschaftsratssitzungen gehen, um dies zu erleben. Ich als Bürgermeister muss natürlich sehen, dass einerseits die berechtigten Wünsche und Interessen der Ortsteile Berücksichtigung finden, andererseits muss ich aber auch immer und zuallererst die Interessen der Gesamtstadt im Blick haben. Damit sind erstmal unsere Pflichtaufgaben gemeint und dann jene, die für die Stadtentwicklung als Ganzes bedeutsam sind: Schulen, Sportförderung, Kultur, Jugendarbeit, Wohnen usw. Da ist es natürlich wichtig, dass nicht nur Potenziale in Brandis geschaffen werden, sondern man auch immer die beiden anderen Ortsteile mitdenkt und unterstützt. Dies gilt für unsere Gemeindewehren ebenso wie für die Kulturförderung, für die Entwicklung von Wohnraum oder Bauplätzen ebenso wie für Infrastrukturprojekte. Wenn ich zurückblicke ist das für Brandis und Beucha in all diesen Feldern sehr angemessen erfolgt.

Mir ist schon klar, dass dies subjektiv nicht immer so wahrgenommen wird. Insbesondere Polenz, fühlt sich mitunter benachteiligt, was ich sogar emotional verstehe. Aber das wir uns zum dortigen Gemeindeamt bekennen, ohne Aussicht auf Förderungen, bitte ich nicht zu gering zu schätzen, denn ein Millionenprojekt für nur gut 5 % der Brandiser Bevölkerung auf dem Haushaltstablett zu haben, ist nicht jedem zu vermitteln. Und wenn ich an den Radweg denke, der ja nicht in unserer Trägerschaft ist, sind wir immerhin in der Variantenplanung – der Radweg wird also kommen. Das dies trotzdem so lange dauert hat nichts mit Brandis zu tun. Auch hier muss man den Bürgerinnen und Bürgern ehrlich gegenüber sein: wir haben keinen direkten Einfluss auf die Beschleunigung des Vorhabens. Aber: dass dieser Radweg inzwischen in der Priorität A der Radwegkonzepts des Freistaates ist und die ersten Planungsschritte schon erfolgt sind, hat sehr viel mit meinem persönlichen Einfluss auf Staatsminister Dulig zu tun, der meiner Partei angehört. Glaubt jemand ernsthaft, dass ein AfD Bürgermeister da mehr erreichen wird. Ich befürchte im Gegenteil…

Immerhin zeigt das Beispiel der Erneuerung des Spielplatzes am Gemeindeamt, wie wir Dinge schaffen können: indem wir bürgerschaftliches Engagement mit Verwaltungshandeln unkonventionell zusammenbringen. So sind wir auch mit dem Kulturhaus in Beucha so weit gekommen, und das macht mir Hoffnung für das Gemeindeamt in Polenz.

Welche Rolle spielen die Brandiser Ortsteile und inwieweit können und sollten diese weiter eingebunden werden?

Die Frage find ich schon etwas unglücklich formuliert, wenn wir von Ortsteilen sprechen, sprechen wir über Menschen, die aufgrund ihrer örtlichen Geschichte natürlich auch unterschiedliche Traditionen, Wünsche und Bedürfnisse haben dürfen. Durch Gespräche mit verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern aller Ortsteile habe ich einiges mitnehmen können. An dieser Stelle kann man nicht nur von Ortsteilen reden, man muss auch an die Orte der Ortsteile denken. Z.B. wünscht man sich in Wolfshain seit längerer Zeit einen neuen Spielplatz. Obwohl schon länger zugesagt, mangelt es noch immer an der Umsetzung. Von Beucha kam der Wunsch, im Sportlerheim einen Ort zu schaffen, wo regelmäßige Veranstaltungen für Senioren durchgeführt werden können, eventuell könnte auch der Heimatverein/Beucha so eine Heimat finden. Dadurch würde ein traditioneller Ort erhalten bleiben, der vielen Beuchaern am Herzen liegt. An dieser Stelle kam auch der Einwand, wir haben das Kulturhaus. Auch das ist berechtigt, jedoch wird das Kulturhaus komplett innen und außen umgebaut. Der Erhalt des Fasszimmers, welches vielen am Herzen liegt, ist nicht vorgesehen. Das Herz vieler Polenzer hängt am Gemeindeamt, da hilft auch die aus der Luft geholte Behauptung nichts, „Es gibt ein neues Leader Programm und das wollen wir anzapfen“. Ein neues Leader Programm gibt es nach Aussage des Regionalmanagement der LEADER-Region Leipziger Muldenland nicht und ist auch nicht zu erwarten, lediglich das Nutzungskonzept und der Entwurf der TU Dresden konnten noch finanziert werden. Für ein Zusammenwachsen der Ortsteile braucht es eine gerechtere Finanzpolitik und eine bessere Vernetzung unserer Ortsteile durch das Projekt des Landkreises „Muldental in Fahrt“, in der Nacht und an Sonn- und Feiertagen evtl. durch einen Rufbus.            

Brandis als Innovationskommune steht für zukunftsorientiertes Denken. Wie soll sich die Stadt in der kommenden Amtsperiode weiterentwickeln?

Auch für die kommenden sieben Jahre gibt es ein Arbeitsprogramm, das nicht aus Worthülsen besteht sondern aus konkreten Maßnahmen. Es nützt doch niemandem etwas, „bürgernah“ zu schreiben, wenn ich nicht konkret sage, mit welchen Maßnahmen ich dies erreiche. Wie bei meiner ersten Wahl sind es neun Themenschwerpunkte. Die wichtigsten Projekte in Stichworten: Ausbau des Schulcampus, Sanierung des Kulturhauses Beucha zum Stadt-Land-Labor, Sanierung des Ratskeller zur Bibliothek, Sicherstellung der Ansiedlung von Rossmann, Umbau eines Zukunftsquartiers in Beucha, Sanierung der Straßen und endlich die Realisierung des Radwegs nach Polenz, Innenstadt neu denken, ÖPVV absichern und erweitern (S-Bahn-Anbindung, Bahnstrecke Beucha-Brandis-Trebsen), Tourismus stärken. Nicht zuletzt hoffe ich, dass Brandis weiter Lokomotive der interkommunalen Zusammenarbeit im Partheland bleibt. Bei Allem kann ich Maßnahmen hinterlegen, vieles ist in meiner Wahlzeitung ausgeführt.

Am Ende geht es um Eines: ich habe den Anspruch, die Stadt Brandis mit ihren Ortsteilen weiter als eine moderne, bunte und offene Stadt aufzustellen, die den Mut hat, mitunter auch neue Wege zu gehen, die den Ehrgeiz hat, sich große Ziele zu setzen, und die das Selbstvertrauen hat, dies alles gemeinsam mit einer starken Bürgerschaft auch umzusetzen.

 

Brandis als Innovationskommune steht für zukunftsorientiertes Denken. Wie soll sich die Stadt in der kommenden Amtsperiode weiterentwickeln?

Nicht nur Brandis ist eine Innovationskommune, Innovation steht für Erneuerung und Weiterentwicklung und das hat die Menschheit schon immer getan. In der heutigen Zeit hat die Digitalisierung in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten und sie muss auch ständig weiterentwickelt werden und angepasst werden. Vor dieser Herausforderung steht auch unsere Verwaltung, genau wie jedes andere Unternehmen. Diese Weiterentwicklung darf aber nicht zum Kerngeschäft gemacht werden, jedes Unternehmen, das so handelt, wäre schnell vom Markt. Durch die Weiterentwicklung muss ein erlebbarer Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden, sodass alle Generationen mitgenommen werden können. Open Government, Open Government Labore, Smart Cities und ähnliche Förderprogramme sind Instrumente, die der Verwaltung helfen sollen, neue digitale Anforderungen umzusetzen. Die Verwendung dieser Begriffe zeugt schon von einer gewissen Arroganz gegenüber großen Teilen der Bevölkerung. Sprache muss für alle verständlich sein, nur so schafft man eine echte Transparenz. Von vielen Bürgern unserer Stadt wurde mir gesagt, dass unsere Onlineauftritte viel zu unübersichtlich sind, diese Ansicht teile ich auch. Man benötigt viel Zeit, um wichtige Informationen, die man möchte, zu finden. Die Onlineportale unserer Stadt müssen auf das wesentliche reduziert und übersichtlich miteinander verbunden werden. Auch wenn mir von einem Gewerbetreibenden, vorgehalten wurde, ich würde nur die Fehler in der Vergangenheit suchen, würde ich es anders nennen, es sind keine Fehler aus der Vergangenheit, sondern reale Probleme der Gegenwart, die hinterfragt und gelöst werden müssen.

An dieser Stelle bin ich ein Verfechter der Aussage von Helmut Kohl “ Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

 

 

Im folgenden stellten wir beiden Kandidaten Satzanfänge zur Verfügung, die beendet werden sollten.

Brandis bedeutet für mich…

Heimat, Berufung und Aufgabe zugleich.

Brandis bedeutet für mich…

Heimat mit schönen Erinnerungen meiner Kindheit, Jugend und meines Lebens. Ein Ort, der durch viele engagierte Menschen aus unserer Gesellschaft gestaltet wurde und demokratisch weiter gestaltet werden muss.  

Mein Herzensprojekt für die kommende Amtszeit ist …

Natürlich hänge ich besonders am Kulturhaus in Beucha, weil hier was Großes entstehen kann. Aber mein Herz ist groß genug für so viele weitere Projekte, von Schulcampus bis S-Bahn, vom Ratskeller bis zum Radweg Polenz, von Digitalisierung bis zu neuen Demokratieprojekten und vieles mehr…

Mein Herzensprojekt für die kommende Amtszeit ist …

zu schnelles Essen macht unsere Schüler krank, da kann es nicht sein, dass man sich seit über einem Jahr bemüht, eine Lösung zu finden. Da muss eine Lösung her – zur Not ein Behelfsbau oder Festzelt.

In dieser schwierigen Zeit bezüglich Covid19 ist es für Brandis wichtig…

eine starke Bürgerschaft im Rücken zu haben, die gemeinsam mit dem Stadtrat jenseits von Partei- oder Partikularinteressen um den besten Weg ringt.

In dieser schwierigen Zeit bezüglich Covid19 ist es für Brandis wichtig…

dass wir wissen, wie unsere Stadt finanziell aufgestellt ist, um adäquat zu helfen. Der Prüfbericht über die Eröffnungsbilanz ist vom Stand Januar 2013 und der letzte Jahresabschluss vom Dezember 2013.    

Der Tourismus in Brandis soll…

definitiv ausgebaut werden, die Konzepte haben wir in den letzten Jahren erarbeitet und müssen nur noch umgesetzt werden.

Der Tourismus in Brandis soll…

so weiterentwickelt werden, dass Kosten und Nutzen wenigstens ausgewogen sind. Dazu gehört es zum Beispiel, dass der Elberadweg durchs Zentrum führt und Touristen zum Konsumieren und Verweilen animiert.    

Brandis in der Region Partheland…..

ist einerseits Lokomotive und auch Bindeglied der interkommunalen Zusammenarbeit, um gemeinsam einen starken, solidarischen Aktionsraum zu schaffen zum Wohle aller Einwohner.

Brandis in der Region Partheland…..

sehe ich als gleichberechtigten Partner in der Zusammenarbeit der beteiligten Städte die einzelnen Kommunen müssen dabei selbstständig bleiben, eine Eingemeindung darf nicht das Ziel sein.     

Das Miteinander innerhalb der Stadt ….

ist die Basis für meine Vision von Brandis als eine moderne, bunte und offene Stadt, die den Mut hat, mitunter auch neue Wege zu gehen, die den Ehrgeiz hat, sich große Ziele zu setzen, und die das Selbstvertrauen hat, dies alles gemeinsam mit einer starken Bürgerschaft auch umzusetzen.

Das Miteinander innerhalb der Stadt ….

muss sich durch echte Transparenz verbessern und eine ehrlich gewollte frühzeitige Bürgerbeteiligung.    

Die Arbeit und Kommunikation im Gemeinderat….

ist (abgesehen von einer Fraktion) hervorragend und geprägt von der Suche nach den besten Lösungen.

Die Arbeit und Kommunikation im Gemeinderat….

muss deutlich verbessert werden, der Stadtrat muss frühzeitiger in die Entwicklung unserer Stadt einbezogen werden, alle Möglichkeiten und Bürgerbegehren dürfen dem Stadtrat nicht länger vorenthalten werden.         

Nach der Wahl am 27. September….

soll unser gutes kommunalpolitisches Klima weiter so positiv und konstruktiv bleiben, weil sie die Grundlage unserer guten Erfolge ist. Dies geht nur mit dem jetzigen Bürgermeister.

Nach der Wahl am 27. September….

möchte ich das Gespräch mit allen Beteiligten suchen, um den Abriss unserer alten Kindertagesstätte im Einvernehmen zu stoppen und dennoch einen geeigneten Bauplatz für Rossmann bereitzustellen.      

 


Stimmungsbarometer:

Wer wird Bürgermeister in Brandis?

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2 Gedanken zu „Kandidatencheck Bürgermeisterwahl Brandis

  1. Um G***** Willen. Was zeigt hier das Stimmungsbarometer? Leute, geht wählen und wählt NICHT Blau! Brandis ist in den letzten Jahren bunt und frisch geworden, mit viel Engagement von Jung und Alt. Das muss so bleiben! Zeigt Courage gegen den populistischen Kandidaten von rechts außen!

  2. Was der Herr jesse immer mit Kandidat der AFD hat . Wer hat uns Jahre lang verraten die Sozialdemokraten und wer schaute zu die CDU und heute ist es andersrum

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